Die Zukunft der Herderschule in Rendsburg ist noch ungewiss
Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Zukunft ist noch ungewiss
Lokales Rendsburg Zukunft ist noch ungewiss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:34 27.02.2019
Von Wolfgang Mahnkopf
Das 60 Jahre alte Hauptgebäude der Herderschule weist erhebliche Bauschäden auf. Sanierung oder Abriss und Neubau: Diese Entscheidung soll Ende April fallen. Quelle: Wolfgang Mahnkopf
Anzeige
Rendsburg

„Das Gutachten über die technisch-wirtschaftliche Betrachtung erwarten wir erst in den nächsten Tagen“, teilte Frank Thomsen, Bauamtsleiter im Rathaus, auf der Bauausschusssitzung am Dienstagabend mit. Das Gremium will in seiner nächsten Sitzung am 23. April entscheiden. Auf Grund der voraussichtlichen Bauphase von drei Jahren ist so oder so, wie Thomsen sagte, eine Interimslösung für den Schulbetrieb erforderlich.

Container erst nach den Herbstferien

Die derzeit geplante Versorgung mit 110 bis 120 Modulklassen für diesen Zeitraum soll rund 2,5 Millionen Euro kosten. Der angesetzte Raumbedarf von 2100 Quadratmetern brutto in zweigeschossiger Bauweise wurde auf der Grundlage des aktuellen Bestandsgebäudes ermittelt. Dort sind Verwaltung und Schulleitung sowie Unterrichtsräume für Physik, Biologie, Chemie, Kunst und Materialien untergebracht. Nach derzeitigem Stand ist eine Aufstellung der Container frühestens nach den Herbstferien möglich.

Anzeige

Gebäude in Modulbauweise

Bis zur Sitzung im April wird sich der Bauausschuss auf Antrag von Ingolf Bädtker (CDU) allerdings mit einem neuen Prüfauftrag befassen. Der Ratsherr hatte vorgeschlagen, anstelle der vorliegenden Interimslösung ein dauerhaftes Gebäude in Modulbauweise zu errichten. Denn: „Die Kosten für die drei Jahre haben mich schockiert.“ Allerdings müsste ein Teil des Sportplatzes geopfert werden.

Nach Darstellung von Bädtker gibt es einen Anbieter, der den Bedarf bei Kosten von etwa vier Millionen Euro einschließlich Gründungskosten decken kann. „Das Modulgebäude hat eine übliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die Bauweise erfüllt sämtliche Anforderungen an einen modernen Bau“, teilte Bädtker auf Nachfrage mit. Die Bauzeit betrage etwa ein Jahr. „In der Zwischenzeit müsste dann eine Lösung gefunden werden, die es ermöglicht, weiter im Hauptgebäude zu unterrichten.“

Stahlstützen im Sockelgeschoss

Dort ist nach Angaben der Stadt die Standsicherheit unter den aktuellen Bedingungen eh nur bis Ende des ersten Quartals gewährleistet. Zusätzliche Stahlstützen im Sockelgeschoss seien erforderlich. „Wir planen derzeit und schätzen die Kosten“, teilte Thomsen mit.

Bisher war die Aufstellung der vorläufigen Modulklassen in einem Bereich geplant, der nur zu einem geringfügigen Flächenverlust des Sportplatzplatzes führen würde. Mit der Platzierung des neuen Modulgebäudes laut Prüfauftrag kann sich Dagmar Weise nicht anfreunden. „Ich betrachte die Aufstellung als deutlich schwieriger im Vergleich zu der anderen Aufstellungsvariante. Es würde die Laufbahn betreffen“, sagte die kommissarische stellvertretende Schulleiterin. Sport sei ein Profil der Schule und habe ein Alleinstellungsmerkmal unter den Gymnasien in Rendsburg. „Wir brauchen einen funktionierenden Sportplatz.“

Sven Janssen 27.02.2019
Sven Tietgen 27.02.2019
Beate König 27.02.2019