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Rendsburg "Wir wollen smartes Krankenhaus werden"
Lokales Rendsburg "Wir wollen smartes Krankenhaus werden"
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17:01 31.10.2019
Von Beate König
Chefärzte und die Kliniksprecher Andreas Kirchmann und Steffen Oehme überreichten Kreispräsidentin Juliane Rumpf und Landrat Oliver Schwemer die von allen 23 Chefärzten unterzeichnete Bitte um Mittel für die Digitalisierung der Imland Kliniken in Rendsburg und in Eckernförde. Quelle: Beate König
Rendsburg

„Wir wollen ein smartes Krankenhaus werden“, fasste Chefarzt Andreas Kirchmann das Ziel der Kliniken in Rendsburg und in Eckernförde vor Landrat Oliver Schwemer und Kreispräsidentin Juliane Rumpf zusammen. 23 Chefärzte unterschrieben die Absichtserklärung zur Umsetzung des Konzepts zur Digitalisierung. „Die Mitarbeiter  wollen alle an einem Strang ziehen“, betonte Kirchmann.

Mit dem Konzept soll es an die Spitze der Schleswig-Holsteinischen Kliniken gehen

„Wir sehen in der Digitalisierung nicht nur die Möglichkeit, im Standard unserer Kliniken im Vergleich zu den Mitbewerbern aufzuholen. Mit dem Konzept können wir uns mit an die Spitze der Schleswig-Holsteinischen Kliniken setzen.“ Anlass für den Appell sei ein Signal aus dem Kreis vor zwei Wochen: Im Kreis Rendsburg-Eckernförde, der Träger der Imland gGmbH ist, wird über den Zuschuss zur Digitalisierung beider Kliniken positiv diskutiert.

Acht Millionen Euro für die Digitalisierung sollen als Zuschuss vom Kreis Rendsburg-Eckernförde kommen

2,5 Millionen Euro will die Imland gGmbH für die einschneidende Umstellung des Krankenhausbetriebs auf digitale Technik aus Eigenmitteln stellen. Acht Millionen Euro sollen, wenn die Politik zustimmt, 2020 vom Kreis Rendsburg-Eckernförde kommen.

Chefarzt Steffen Oehme nannte Beispiele: Unter anderem soll in ein abgesichertes WLAN-Netz investiert werden. Übertragen medizinische Geräte Daten direkt in digitale Patientenblätter, könne die bislang per Hand auf Papier geschriebene Dokumentation und Administration deutlich beschleunigt werden. Eine automatisiert arbeitende digitale Apotheke kann Medikamente passgenau zusammenstellen. Bislang machen das die Pflegekräfte per Hand, die gesparte Zeit komme Patienten zugute. Digitale Technik in Operationssälen macht Fern-OPs möglich.

Die Imland Kliniken sind ein zentraler Faktor für die Gesundheitsversorgung im Kreis

„Die Imland Kliniken sind ein zentraler Faktor für die Gesundheitsversorgung im Kreis“, sagte Landrat Oliver Schwemer. Nach der vorübergehenden Schließung von Patientenbetten wegen Personalmangel sei klar geworden, dass sich die Kliniken in schwierigem Fahrwasser befänden. Mit dem Zuschuss würde der Kreis auf den sich rapide ändernden Markt im Gesundheitssektor reagieren. Durch die Investition könnten beide Standorte in die Lage versetzt werden, eigenständig Gewinne zu erwirtschaften.

Politik ist an beiden Standorten interessiert

Kreispräsidentin Juliane Rumpf signalisierte: „Die Politik ist an beiden Standorten interessiert.“ Sie werde als Politikerin im Kreistag für den Acht-Millionen-Euro-Zuschuss werben. „Wir werden nachfragen, wie die Maßnahmen aus dem Umstrukturierungsprozess Imland 23 umgesetzt werden“, kündigte sie an.

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