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Rendsburg Sprungparadies auf dem Spielplatz
Lokales Rendsburg Sprungparadies auf dem Spielplatz
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11:20 29.05.2019
Von Sven Janssen
Noch springt Kevin Benthschneider über eine selbst gebaute Rampe. Geht es nach Stefan Maierhöfer, könnte auf dem Spielplatz Heimstättenweg bald eine richtige Dirtbahn für Jugendliche und Erwachsene gebaut werden. Quelle: Sven Janssen
Flintbek

Wenn man mit Stefan Maierhöfer über seinen Plan spricht, dann leuchten seine Augen. Er selbst steigt gerne aufs Mountainbike, um mit Tables und Doubles, so nennt man die verschiedenen Absprunghügel, vom Boden abheben zu können. Der 34-jährige Koch und Erzieher ist von dem Trendsport begeistert. Auch in Flintbek gebe es eine Szene für den Sport, derzeit werde auf nicht legalen selbst gebauten Pisten im Wald gefahren, die nicht sicher seien.

Ein Dirtpark ist schnell gebaut

„Um einen Dirtpark zu bauen, muss man nicht viel tun“, erklärt er. Im wesentlichen müsse Erde zu verschieden Hügeln aufgetürmt werden. Außer lehmhaltigen Boden sei nichts weiter nötig. „Das ist ja das Tolle daran, wenn man den Dirtpark irgendwann nicht mehr an der Stelle will, dann muss man nur Erde abfahren, so Maierhöfer.

Spielplatz Heimstättenweg bietet genügend Platz

Nötig sei eine Fläche von rund 600 Quadratmeter Größe, um zwei Lines, das sind gerade Strecken mit drei bis vier Absprunghügeln für Anfänger und fortgeschrittene Dirtbikefahrer, sowie zwei kurvige Trails zu bauen, die mit Steilkurven, den sogenannten Berms, eher Fahrkünste erfordern. „Der Spielplatz Heimstättenweg ist dafür prima geeignet, da gibt es genügend Platz.“

Für Jugendliche fehlen Angebote

„Gerade für Jugendliche fehlen uns Angebote in Flintbek“, sagt Maierhöfer, der seine Idee im Januar 2018 Bürgermeister Olaf Plambeck vorgestellt hat. Der fand sie klasse, versprach sie positiv zu begleiten. Der Fachausschuss sei informiert, schrieb der Bürgermeister im März 2018. Die Verwaltung habe die haftungsrechtlichen Fragen geklärt und das Projekt einem Auszubildenden übertragen, der Realisierungsvarianten erarbeite.

Keine Kosten für die Gemeinde

Dann sei seitens der Verwaltung und Politik nichts mehr passiert, sagte Maierhöfer. Er habe schon im März ein pädagogisches Konzept erarbeitet und sich um Sponsoren gekümmert. Es gibt eine Baufirma, die für uns die Erdarbeiten macht, und es gibt eine Beschilderungsfirma, die die nötigen Schilder druckt, um in der Sportanlage haftungsrechtlich sicher unterwegs zu sein. Lösungen hatte Maierhöfer in anderen Gemeinden gesucht, die bereits solche Parks gebaut haben.

Sponsorensuche für Lehmboden

„Für den lehmhaltigen Boden fehlt uns noch ein Sponsor“, sagt er, aber auch den werde man finden. Ziel sei es die Anlage ohne Kosten für die Gemeinde zu bauen. Die genauen Strecken und Sprünge will Maierhöfer gemeinsam mit den Jugendlichen entwerfen. 20 Jugendliche und Erwachsene würden nur darauf warten, dass es endlich los gehe.

Dirtpark ist Thema im Ausschuss

Nach einem Jahr regt sich auch die Politik. Der Ausschuss für Bildung, Jugend, Kultur und Soziales will sich am Donnerstag, 13. Juni, um 19.30 im Rathaus mit dem Thema befassen. „Ich hoffe, wir können dann im Sommer mit dem Bau starten“, sagt Maierhöfer. Seit ein paar Monaten ist er selbst stellvertretendes bürgerliches Mitglied in dem Ausschuss, weist aber darauf hin, dass er den Park als Privatmann plant.

Ein Hotspot für Flintbek

„Das Interesse für so einen Dirtpark ist groß“, sagt Maierhöfer. Da es in der weiteren Umgebung keine solche Anlage gebe, rechne er damit, dass die Anlage auch viele Dirtbikefahrer aus dem Umland anziehe. „Das wird ein Hotspot für Flintbek werden, der viele begeistert“, ist er sich sicher.

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