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Rendsburg Glückliche Gesichter im tosenden Wasser
Lokales Rendsburg Glückliche Gesichter im tosenden Wasser
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17:18 27.01.2019
Von Wolfgang Mahnkopf
Volle Kraft voraus: Kai Schulz (von links), Hauke Schukat und Frank Iboldt gaben im Aco-Drachen alles. Quelle: Wolfgang Mahnkopf
Rendsburg

An allererster Stelle bei den 21 Teams mit 315 Sportlern im Alter zwischen sechs und über 70 Jahren in den Kategorien Betriebe, Fun, Damen und Vereine stand im Rendsburger Schwimmzentrum jedoch der Spaß.

Die Sportler paddeln auf der 25 Meter-Bahn 45 Sekunden Bord-an-Bord gegeneinander. Sie sind mit Seilen am Heck verbunden, die über Umlenkrollen laufen. Das stärkere Gefährt zieht das schwächere zurück und gewinnt. Gewinnen wollen sie schon, aber in erster Linie genießen die Kanalnixen aus Rendsburg den Spaß am Event und das Paddeln.

Mit den Schlachtrufen „Kanal“ durch Trommlerin Carsta Nentwig und „Nixen“ durch die Paddlerinnen kämpft sich das Damen-Team durch die Wellen des Schwimmzentrums. „Ich habe vor zwölf Jahren junggebliebene und lustige Frauen für den Drachenbootsport zusammengestellt. Seitdem genießen wir unter der Leitung von Michael Splitt das 14-tägige Training und die drei Wettkämpfe im Jahr“, erzählte Susanne Mau. „Wir geben alles. Die Rennen sind anstrengend und beglückend.“

Viele Schlachtrufe

„Mehr Druck“, „Gemeinsam kämpfen“ – Das sind die Schlachtrufe, mit denen Julia Stelling das Fun-Boot Sventana Dragons, mit Paddlern aus Kiel und Nortorf besetzt und zum sechsten Mal im Schwimmzentrum dabei, anfeuert. „Wir haben uns in anderen Booten im Laufe der Jahre kennengelernt und uns zu den Dragons zusammengeschlossen“, erzählte die 19-Jährige aus Kiel. Die Kombination aus Spaß und Sport sowie Smalltalk mit anderen Teams mache den großen Reiz des Wettbewerbs aus. Für Merle Bluhm in einem Kinderboot ist das Drachenbootrennen ganz schön anstrengend. „Aber es macht Spaß, die Stimmung hier ist toll“, sagte das Mädchen, mit sechs Jahren jüngste Teilnehmerin und mit Papa und Mama aus Gettorf angereist.

Mordslärm in der Halle

Das Finale der Betriebsmannschaften gehörte zu den Höhepunkten des Indoor-Cups mit seinen 45 Rennen. Hallenlicht aus, Wasserbeleuchtung mit wechselndem Farbspiel an. Das Schwimmzentrum tobte, mit Mordslärm feuerten die geschätzt 200 Zuschauer die Eidertigers von den Stadtwerken Rendsburg und den Büdelsdorfer Aco-Drachen an.

Dass die Tigers nach hartem Kampf mit einem Meter Vorsprung siegten, störte die Entwässerungsspezialisten nicht. „Wir hätten zwar gerne gewonnen, aber der riesige Spaß entschädigt uns“, sagte Hauke Schukat. Der 45-jährige Aco-Mitarbeiter hatte wie die anderen Männer und Frauen alles gegeben, stieg völlig erschöpft aus dem Boot. „Unser Training alle zwei Wochen und drei Wettkämpfe im Jahr tragen zur Teambildung bei“, sagte Schukat schnell, bevor er strahlend zur Siegerehrung schritt.

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