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Rendsburg 2020 soll der neue Markt eröffnen
Lokales Rendsburg 2020 soll der neue Markt eröffnen
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13:03 01.11.2019
Von Sven Janssen
Edeka-Betreiberin Annette Schmoock wartet schon lange auf den Neubau, der jetzige Markt ist zu klein. Damit die Kunden dennoch viel Auswahl haben, sind die Gänge entsprechend schmal. Quelle: Sven Janssen
Felde

„Wir werden Ende November mit dem Bau beginnen“, sagt Peter Marten und beendet damit das lange Warten. Schon 2006 hatte er eine Erweiterung des alten Markts angeschoben, diese wurde aber nicht realisiert. Ab 2015 lagen bei der Gemeinde die Neubaupläne auf dem Tisch und sorgten für erhebliche Diskussionen.

Peter Marten investiert fünf Millionen Euro

Am 26. Juni 2018 wurde der vorhabenbezogene Bebauungsplan samt Durchführungsvertrag beschlossen und damit war der Weg für den Neubau frei. Gebaut wurde trotzdem nicht. „Endgültig habe ich das nötige Grundstück erst im Juli dieses Jahres gekauft“, sagt der Eigentümer. Es sei in dieser Zeit schwer, Bauunternehmen zu finden, das sei jetzt aber gelungen und die Verträge geschlossen. „Wir rechnen mit neun Monaten Bauzeit“, sagt Marten. Im Januar 2020 sollen die Erdarbeiten abgeschlossen sein, bis Mai soll der Rohbau stehen und im August der Innenausbau beendet sein. Insgesamt fünf Millionen Euro investiert Marten nach eigenen Angaben in das Projekt.

Für die Gemeinde Felde wird es erheblich teurer

Der Durchführungsvertrag regelt neben der Gestaltung des Marktes auch den Ausbau des Hasselrader Weges. „Zwei Drittel der Kosten für den Straßenausbau trägt Peter Marten, den Rest zahlt die Gemeinde“, erklärt Bürgermeisterin Petra Paulsen. Rund 300.000 sollte der Ausbau nach einer Kostenschätzung im vergangenen Jahr kosten. Jetzt ist der Preis explodiert. 450.000 Euro rechnet man aktuell für den Straßenausbau, damit muss die Gemeinde 50.000 Euro mehr als geplant zahlen. „Für den Ausbau, der parallel zum Neubau laufen soll, muss die Straße komplett gesperrt werden, der Verkehr wird über die Baustraße im Neubaugebiet Ahornweg umgeleitet“, sagt Paulsen.

Mehr Platz und größere Auswahl

„Der neue Markt wird eine Gesamtfläche von 2320 Quadratmetern haben“, so Marten. Optisch werde das Gebäude an den sichtbaren Seiten mit Klinkern versehen. Mit 1800 Quadratmetern wird die Verkaufsfläche des Marktes mehr als verdoppelt. „Derzeit stehen uns 810 Quadratmeter zur Verfügung“, sagt Betreiberin Annette Schmoock. Weil man den Kunden dennoch eine große Auswahl bieten möchte, werde es vor allem in der Weihnachtszeit mit den vielen zusätzlichen Artikeln eng in den Gängen. „Auf den neuen Markt freue ich mich“, sagt sie. Dann werde das Sortiment nochmals deutlich erweitert. Neben dem Markt selbst sollen ein Blumenladen, ein Bäcker mit Café und auch ein Postshop Platz in dem Neubau finden, der auch öffentliche Toiletten bietet. Im September 2020 soll der neue Markt eröffnen.

Altgebäude wird kernsaniert – Gastronom gesucht

Auch der alte Edeka-Bau bleibt teilweise erhalten. „Nach dem Umzug wird das Gebäude um ein Drittel verkleinert und kernsaniert“, sagt Marten. Neben der Volksbank wolle auch die Apotheke aus dem Ort dorthin umziehen. Auch eine Physiotherapiepraxis soll dort eröffnet werden. Für die restlichen 300 Quadratmeter Fläche ist Gastronomie geplant. „Wir stehen mit Interessenten, darunter auch ein Italiener, in Verhandlung“, sagt Marten. Noch habe man aber keinen Vertragsabschluss erreicht. „Wir hoffen sehr darauf, dass sich ein Gastronom findet“, sagt Paulsen. Das würde zum einen den Dorfplatz beleben, zum anderen gäbe es so auch für die Mitarbeiter der künftigen Amtsverwaltung, die nebenan gebaut werden soll, die Möglichkeit, Mittags etwas zu essen.

Immer informiert: Nachrichten aus der Region

Die Versorgungsbetriebe Bordesholm (VBB), die zu 100 Prozent der Gemeinde gehören, fuhren 2018 einen Gewinn von mehr als 605 000 Euro ein. Im nächsten Jahr will das Unternehmen zehn E-Scooter anschaffen - und einen Verleih-Service mit mehreren Stationen aufbauen.

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Die 23 Chefärzte der Imland Kliniken in Rendsburg und Eckernförde appellieren in einem Brief an den Kreis Rendsburg-Eckernförde, das mit Kosten von 10,5 Millionen Euro geplante Digitalisierungskonzept für die Kliniken zu unterstützen. Beide Häuser strukturieren sich im Prozess „Imland 23“ neu.

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