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Rendsburg Investor verzichtet auf "Bergdorf"
Lokales Rendsburg Investor verzichtet auf "Bergdorf"
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17:32 17.06.2019
Von Frank Scheer
Bei einem Bürgerworkshop sind in Bordesholm zwei Bauprojekte vorgestellt worden. Im Anschluss durften die Zuhörer ihre Anregungen und Kritik in Arbeitsgruppen äußern. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

70 Zuhörer waren zu einem Projektworkshop der Gemeinde Bordesholm gekommen, bei dem Investoren für zwei Grundstücke in der Haidbergstraße ihre Pläne präsentierten. Ein Projekt sollte eine moderne Wohnform in Form eines "Bergdorfs" sein. Vorgesehen war ein Objekt mit 16 Privatwohnungen, Gemeinschaftsräumen und einer Tiefgarage für das 2500 Quadratmeter große Hanggrundstück. Viele Anlieger hatten Angst vor einem „Baumonster“. Ihre Sorgen hatten sie im Bauausschuss vor 14 Tagen auch öffentlich vorgetragen. 

Eigentümer will Einvernehmen mit Anliegern

Der Vater des Eigentümers nahm gleich zu Beginn den Zündstoff aus der Debatte. Er kündigte den Planerwechsel und ein moderateres Projekt an. Die Entscheidung sei am Nachmittag getroffen worden, sagte er. Die Bebauung sei ein Familieninvest. „Und die machen wir immer nur im Einvernehmen mit den Anliegern“, teilte er mit. Seiner Meinung nach hätte sich auch die moderne Form mit dem Bergdorf in das Areal gut eingepasst, aber man wolle den „Druck herausnehmen“. Sein Sohn habe schließlich auch Freunde und Bekannte in Bordesholm.

Sieben statt 16 Wohneinheiten in Bordesholm

Der neue Planer Carsten Hepp, der in Schönbek lebt und sein Büro in Felde hat, stellte dann die neue Planung für das ehemalige Lange-Grundstück mit Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern vor – insgesamt sind sieben Wohneinheiten, mit Admiralsgiebeln, und 14 Parkplätze vorgesehen. Die Anlieger können sich mit dieser Bebauung anfreunden, wie deutlich wurde. „Wir haben ein Baumonster verhindert“, betonte der ehemalige FDP-Gemeindevertreter Helmut Berger, der zuletzt als Sprecher der Anlieger aufgetreten war.

Größe des zweiten Bauprojekts in der Kritik

Für den Neubau auf der 1300 Quadratmeter großen Fläche gegenüber vom ehemaligen Lange-Grundstück, das der Bordesholmer Unternehmer Pat Reese realisieren will,  wünschten sich viele Anlieger eine Reduzierung der Wohneinheiten von acht auf sechs – der Baukörper erschien ihnen zu wuchtig, die Anzahl von 16 Parkplätzen hinter dem Haus zu problematisch. Der Architekt Ralf Dieter Ladwig wies bei der Präsentation darauf hin, dass der Neubau mit dem Gebäude auf dem ehemaligen Admiralshausgrundstück in der Heintzestraße am See vergleichbar sein – um die Firsthöhe auf 9,10 Meter zu begrenzen, soll das Gebäude 80 Zentimeter tiefer gelegt werden.

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70 Zuhörer kamen ins Rathaus in Bordesholm, um sich über zwei Bauvorhaben informieren zu lassen.
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