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Rendsburg Manche Schulen stoßen an ihre Grenzen
Lokales Rendsburg Manche Schulen stoßen an ihre Grenzen
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18:29 23.08.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Eine Erstklässlerin trägt nach ihrer Einschulungsfeier die Schultüte nach Hause. Quelle: Ralf Hirschberger
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Rendsburg

Die Zahlen der vergangenen Jahre sahen ähnlich aus. So waren es im Schuljahr 2014/15 knapp 2300 ABC-Schützen und 2010/11 genau 2415. Den aktuellen Prognosen zufolge steigen die Schülerzahlen in den nächsten Jahren "nicht rapide". Das gilt für den Kreis insgesamt.

Stärker ansteigende Zahlen erwartet Berg im Kieler Umland. Dort entstehen Neubaugebiete, Kieler ziehen ins Umland. "Im Moment ist das noch kein Problem für die Schulen. Aber wir beobachten das."

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Schulen in Rendsburg, Kronshagen und Timmaspe stoßen an Grenzen

Ein Teil der Schulen stößt schon jetzt anderswo im Kreis an seine Grenzen. Berg zählt Rendsburger Schulen auf: Neuwerk, Rotenhof, Mastbrook und Obereider. Eltern mussten sich umorientieren. "Alle Kinder konnten aber an Rendsburger Schulen aufgenommen werden."

Sogenannte Kapazitätsbegrenzungen gab es nach Bergs Worten auch in Timmaspe und Kronshagen. Wenn es eng wird an der Wunschschule, gibt es einen Kriterienkatalog, sagt der Schulrat. "Meistens ist das erste Kriterium: Geschwisterkinder werden aufgenommen. Die Länge des Schulwegs ist meist das entscheidende zweite Kriterium."

Interaktive Grafik: Schülerzahlen in Rendsburg

Steigende Schülerzahlen in Rendsburg

Im Rendsburg steigen die Schülerzahlen deutlich an. Tiefpunkt der jüngsten Zeit war einer Übersicht der Stadtverwaltung zufolge das Schuljahr 2012/13 mit 195 ABC-Schützen. Aktuell sind es 263, ein vorläufiger Rekord.

Die meisten Kinder nahm jetzt die Schule Rotenhof mit 84 Mädchen und Jungen auf. Dort wird es eng. "Die Schule Rotenhof stößt an ihre räumlichen Möglichkeiten", sagt Rathaus-Fachbereichsleiterin Andrea Loose.

Die Schule Nobiskrug bildete jetzt mit 22 Kinder eine Klasse. Vor neun Jahren sah das noch anders aus. Die Schulen Obereider und Nobiskrug waren organisatorisch zusammengelegt – mit 65 Kindern in der ersten Klasse, so viele wie in keiner anderen Schule der Stadt.

In der Schule Neuwerk stieg die Zahl der Erstklässler von damals 46 auf jetzt 62. Für zwei Kinder, die diese Schule in der Moltkestraße besuchen wollten, bekamen die Eltern jetzt keinen Platz mehr, teilte Andrea Loose mit.

An Rendsburger Schulen geht es weiter hoch

Die Stadt Rendsburg rechnet mit einem weiteren Aufwärtstrend in den nächsten Jahren. Die Zahl der Grundschüler in den ersten Klassen steigt der Prognose zufolge von derzeit gut 1000 auf 1270 im Schuljahr 2023/24.

Besonders steil soll die Zahl in der Schule Mastbrook von derzeit 193 Kindern in acht Klassen auf dann 325 Grundschülern in 14 Klassen steigen - so viel wie in keiner anderen Rendsburger Schule.

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