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Rendsburg Fusion der Ortswehren war Mammutaufgabe
Lokales Rendsburg Fusion der Ortswehren war Mammutaufgabe
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20:24 08.02.2020
An einem Tisch und gut gelaunt saßen die Flintbeker Brandschützer Steffen Pohl (von links), Ulrik Kremin und Arne Steffen mit Angela Kraft aus Flintbek-Voorde zusammen. Quelle: Sven Tietgen
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Flintbek

Nicht getrennt, sondern an einem Tisch verfolgten die jetzt 64 aktiven Feuerwehrleute aus den bis zum vergangenen Sommer getrennten Ortswehren die Jahresversammlungs-Premiere. Angela Kraft aus dem Ortsteil Voorde tauschte sich bestens gelaunt mit ihren Flintbeker Kameraden Arne Steffen, Steffen Pohl und Ulrik Kremin aus. „Einen Großteil der Flintbeker Feuerwehrleute kenne ich schon, das ist überhaupt kein Thema. Neu und ungewohnt ist nur die Feuerwehrhalle hier im Storchennest“, erzählte die frisch gebackene Hauptfeuerwehrfrau. Ein Problem mit den neu dazu gekommenen Brandschützern aus Voorde sieht auch Steffen Pohl nicht. „Das ist eine Bereicherung für uns“, erklärte der Flintbeker.

Feuerwehrfusion war Mammutaufgabe

Die Zusammenlegung der beiden Ortswehren bewertete Wehrführer Dirk Hagenah als Mammutaufgabe, die gut gelaufen ist. Der Fusionsprozess war geprägt von vielen Gesprächen, es gab aber auch mal Frust und Unverständnis, räumte Hagenah vor 149 Zuhörern ein. „Aber jetzt nach gut einem halben Jahr nimmt man kaum noch wahr, dass wir mal zwei Feuerwehren waren“, rief der Wehrführer unter dem Beifall der Brandschützer.

Aus Sicht von Flintbeks Bürgermeister Olaf Plambeck war die Fusion kein leichter Schritt, aber notwendig und richtig. „Es zeigt sich ja im täglichen Umgang, dass die Zusammenarbeit funktioniert“, betonte Plambeck. Weiterhin machte er deutlich, dass die Gemeinde voll hinter der Feuewehr steht: „Die Frage ist manchmal nur das Wie.“ Damit reagierte der Gemeindechef auf die Kritik des Wehrführers an einer 50 Prozent-Mittelkürzung für Schutzkleidung. „Die Investition ist wichtig für die Feuerwehrleute, wir waren in die Entscheidung auch nicht eingebunden, da war ich schon verschnupft“, sagte Hagenah.

Neben zahlreichen Beförderungen standen auch Ehrungen an. Jürgen Greiwing, Dirk Hamann und Lars Steenfatt wurden mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre Dienst ausgezeichnet. Besonders viel Beifall gab es für Ehrenwehrführer Uwe Conle, der seit 60 Jahren der Feuerwehr angehört. Für 30 Jahre wurden Knut Schröder und für 20 Jahre Heinz Günther geehrt. Als Feuerwehrmänner aufgenommen wurden Merlin Carnhof, Ole Grezella sowie Lars Topp.

Von Sven Tietgan

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