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Rendsburg Enttäuschung und Ärger in Rendsburg
Lokales Rendsburg Enttäuschung und Ärger in Rendsburg
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14:28 05.11.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Enttäuschung und Ärger in Rendsburg: Schwebefähre kommt später. Das Wrack der Schwebefähre liegt im Rendsburger Bauhof des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts auf einem Lagerplatz für Kabeltrommeln. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Im September hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) erklärt, die neue Schwebefähre werde im Sommer 2020 fertig. Die Behörde berief sich dabei auf Zusagen der Firma. Am Montag erklärte das WSA, Planung und Bau einer neuen Schwebefähre seien komplizierter und langwieriger als gedacht. Es gehe auch um ein Unikat, für das es keine Blaupause gebe.

Ohne ein genaues Datum zu nennen, kündigte WSA-Sprecher Matthias Visser die Fertigstellung der Schwebefähre für den Herbst 2020 an. Er berief sich dabei auf Angaben der Firma, der seine Behörde nach wie vor vertraue. Die alte Schwebefähre verunglückte Anfang 2016 bei einem Zusammenstoß mit einem Frachter.

Van der Walle über Schwebefähre: Uns fehlen die Worte

Von Michael Thomas Fröhlich, dem Geschäftsführer des Unternehmensverbands, kassiert die Kanalverwaltung dafür Spott: "Hätte mich auch gewundert, wenn mal was klappen würde."

Jens van der Walle, der Vorsitzende der Organisation, kommentiert bitter: "Die Verzögerung reiht sich nahtlos ein in das bislang durch Pleiten, Pech und Pannen gekennzeichnete Handeln der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wie wir es insbesondere am Rendsburger Kanaltunnel kennen. Der Wirtschaft fehlen allmählich die Worte!"

Volquardts: Osterrönfeld braucht die Schwebefähre

Am härtesten trifft der Ausfall der Schwebefähre seit Anfang 2016 Osterrönfelder Schulkinder auf dem Weg nach Rendsburg. "Wir brauchen die Schwebefähre dringend als Verkehrsmittel", sagt Bürgermeister Hans-Georg Volquardts (CDU). Die Umwege über die Schacht-Audorfer Kanalfähre oder den Rendsburger Fußgängertunnel seien indiskutabel.

Er verstehe aber auch das Argument der Kanalverwaltung, die in erster Linie eine sichere und zuverlässige und nicht eine schnell gebaute Schwebefähre  wolle. Volquardts: "Es ist in unser aller Interesse, dass die Fähre sicher fährt. Wir können nicht sagen: Nun macht mal. Und dann bleibt sie mitten über dem Kanal mit Stromausfall stehen."

Der Bürgermeister hofft nach eigenen Worten, dass der neue Zeitplan hält: "Wenn die Schwebefähre im Herbst 2020 kommt, sind wir zufrieden. Am liebsten wäre uns, wenn sie schon im Frühjahr hängen würde."

Gilgenast: Schwebefähre fällt als Touristenmagnet aus

"Man hätte ja auch mal zeigen können, dass man mal früher fertig werden kann", stichelt Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD). Immerhin: "Es gibt die Sicherheit, dass die Schwebefähre kommt." Nun erwarte er "eine zügige Fertigstellung und nicht erst kurz vor Weihnachten 2020".

Das wäre kalendarisch möglich, denn der Herbst 2020 endet am 20. Dezember. Er könne die Argumente des WSA für die Verzögerung "bei aller Enttäuschung" nachvollziehen. Die Behörde "spielt mit offenen Karten". Allerdings sei es "extrem ärgerlich", dass die Schwebefähre als Sehenswürdigkeit im Sommer 2020 ausfällt. "Wir verlieren da Touristen."

Schwemer: Kanalbehörde lernt bei Schwebefähre nicht aus Fehlern

Gallig reagiert Landrat Rolf-Oliver Schwemer: "Die Zeitverzögerung ist sehr bedauerlich, wäre für sich genommen aber noch zu verkraften. Ärgerlich ist, dass die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung aus ihren anderen Projekten offenbar nicht gelernt hat und es auch bei diesem Projekt nicht geschafft hat, von vornherein einen realistischen Zeitplan zu kommunizieren. So wird das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in öffentliche Verwaltung nachhaltig beschädigt." Er appelliert an die Behörde: "Hören Sie auf mit dieser Salamitaktik! Machen Sie einen professionellen Projekt- und Zeitplan! Und schenken Sie der Öffentlichkeit reinen Wein ein, wann das Projekt fertig wird."

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Die neue Schwebefähre soll erst im Herbst 2020 fertig sein.
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