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Rendsburg Erste Großbaustelle für Gilgenast
Lokales Rendsburg Erste Großbaustelle für Gilgenast
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00:16 26.11.2012
Von Hans-Jürgen Jensen
Obereidergebiet in Rendsburg: Die Suche nach Investoren beginnt erneut. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Das Obereidergebiet mit Promenade am Wasser und Bahndamm im Rücken „muss ein erlebbarer Raum sein“, sagte Gilgenast am Freitag. Leben müsse an die Obereider. „Es ist tot“, stellt er dagegen fest. „Rendsburg lebt von Eider und Kanal. Das muss sich hier zeigen. Diese Stelle muss für Rendsburg werben.“

Und der Weg dahin? Er führt Gilgenast als erstes ins Innenministerium. In Kiel wolle er ausloten, „was möglich ist“. Denn das Ministerium entscheidet als Verteiler von Fördermitteln über die Konzepte. Unter anderem über die Quote für Wohnungen. Das Innenministerium sei bereit, die Hälfte der Gebäude für Wohnungen zuzulassen, sagte Bauamtsleiter Frank Thomsen. „Das ist die Grenze.“ Ein hoher Wohnanteil könne bei der Vermarktung helfen. „Das ist die Erwartung und die Hoffnung.“ Läden, Büros und Gewerbe würden die andere Hälfte der Gebäude nutzen. Nach wie vor hält die Stadt auch an einem Hotel fest.

Die abgesprungenen Investoren hatten 30 Prozent für Wohnungen eingeplant, sagt Thomsen. Diese Quote sei aber nicht das Problem gewesen. Die Diskussionen haben sich nach seinen Worten um Hotel, Gewerbe und von der Stadt nicht gewollte Altenwohnungen gedreht. Die Stadt Rendsburg und die bisherigen Investoren hatten am Donnerstag das Ende der bisherigen Planungen verkündet.

Unterdessen tauchen Zweifel am Verfahren auf. CDU-Fraktionschef Thomas Krabbes fragt: „Wie können wir Tempo und Dynamik in die Sache bringen?“ Möglicherweise durch einen professionellen Entwickler. Dann lägen Planung, Verhandlungen mit dem Innenministerium und Suche nach Investoren in dessen Hand, nicht mehr beim Rendsburger Bauamt. „Skeptisch aber nicht abgeneigt, darüber zu reden“, ist SPD-Fraktionschef Helge Hinz. „Es ist unbefriedigend, wie es bis jetzt gelaufen ist.“