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Rendsburg Krimi-Festival begann mörderisch gut
Lokales Rendsburg Krimi-Festival begann mörderisch gut
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11:43 03.08.2019
Von Beate König
Der Eröffnungsabend des Frauenkrimifestivals, das Deike Neumärker (links) und Anette Schwohl (3. von rechts) mit den Buchhändlern Patrick Goeser und Kathrin Murmann mit dem Duo Thomas und Jutta Wilbertz organisiert hatten, begann mit einem Toast. Quelle: Beate König
Rendsburg

Mitorganisatorin und Leiterin der Stadtbücherei Deike Neumärker war mit dem Auftakt des ersten Frauenkrimifestivals zufrieden: 150 Gäste lauschten bei Cocktails und Snacks in bester Stimmung dem Krimi-Kabarettabend des Duos Jutta und Thomas Wilbertz. „Wir mussten noch Stühle nachstellen,“ berichtete Deike Neumärker.

Mit „Tatort“- und „Derrick“-Titelmelodie auf Krimis eingestimmt

Vor Beginn der Bühnenshow klangen zur Einstimmung auf Mord und Totschlag in allen Spielarten aus den Lautsprechern im Kleinen Saal des Hohen Arsenals die Titelmelodien von „James Bond“, „Derrick“ und „Tatort“.

Auch die vier weiteren Lesungen bis Sonntag, haben einen guten Vorverkauf. Die Lesung mit Carola Christiansen und Ilka Dick am Sonnabend, 3. August, im alten Stadtgefängnis ist ausverkauft. Für die Lesungen von Heike Denzau und Anja Marschall am Sonnabend, 3. August um 15 Uhr in der Kulturschlachterei in der Nienstadtstraße 6, die Ladies Crime Night am gleichen Tag um 19.30 Uhr im Hohen Arsenal, Arsenalstraße 2-4, und die Lesung am Sonntag, 4. August, 11.30 Uhr im Sitzungssaal des Alten Rathauses in der Mühlenstraße 2 gibt es noch Karten.

Sieben Minuten wird gelesen, bis der Schuss fällt

Die Organisatorinnen Deike Neumärker und Anette Schwohl aus der Autorinnengruppe der mörderischen Schwestern hatten die Tragfähigkeit des Festivals 2018 mit der „Ladies Crime Night“ erprobt. „Das ist ein temporeicher Abend,“ erklärte Deike Neumärker: Sieben Krimi-Autorinnen lesen jeweils sieben Minuten, „bis der Schuss fällt.“

Das Festival bekommt durch die Kreativität der Beteiligten und die ungewöhnlichen Leseräume Charme. Die Organisatorinnen holten sich dafür über Facebook Tipps und wurden mit Ideen überhäuft. Bei der Stadtverwaltung „haben wir mit unserer Idee offene Türen eingerannt.“

Cocktails wie „Grünes Gift“ und „Tümpeltod“ im Ausschank

Katrin Murmann von der Coburg‘schen Buchhandlung hatte vier Cocktails mit kultverdächtigen Namen entwickelt: Kopfschuss und Grünes Gift, Tümpeltod und Death by Flamingo. Buchhändler Patrick Goeser steuerte die Spannung erzeugende Musik bei.
Schwarzhumorigen Witz und mörderisch gute Geschichten hatte das Duo Jutta und Thomas Wilbertz aus Köln mitgebracht.

Bei den Texten und Songs von Autorin, Musikerin und Sängerin Jutta Wilbertz reimten sich zum Vergnügen der amüsiert kichernden Zuschauer „Mord“ auf „Akkord“. Selbst das harmonieselige Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“ entpuppte sich nach Jutta Wilbertz‘ leichthändiger Modernisierung als Sex-and-Crime-Story mit tödlichem Ende.

Bratpfanne hatte Anteil an mörderischem Ende

Als Partner in einem Hörspiel über ein Freundinnen-Frühstück an dessen überraschend brutalem Ende eine Bratpfanne Anteil hat, war Musiker Thomas Wilbertz mit am Start. „Der Quotenmann auf der Bühne, damit Sie sich nicht fürchten müssen“, witzelte Jutta Wilbertz in Richtung der elf männlichen Besucher.

Die Männer im Kreis der Frauen nahmen ihre Minderzahl gelassen. „Das ist oft bei kulturellen Veranstaltungen so“, erklärte ein Gast. Mit dem Festival weiblichen Autoren eine Plattform zu bieten, empfand Gast Udo Gloy als fair: „Frauen werden benachteiligt. Es ist wohl notwendig, dass sie in den Vordergrund kommen.“

Einziger Wermutstropfen: Autorin Gisa Pauli, die zum Eröffnungsabend erwartet wurde, war wegen Krankheit ausgefallen. Sie ließ ausrichten: „Wenn es ein zweites Frauenkrimifestival gibt, bin ich dabei!“

Am Freitagabend begann das erste Frauenkrimifestival in Rendsburg im Hohen Arsenal.

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