Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Discounter baut im Großformat
Lokales Rendsburg Discounter baut im Großformat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:15 30.07.2019
Von Beate König
Benedikt Manz arbeitet in der Projekleitung Logistikimmobilien von Aldi-Nord. Er begleitet die Großbaustelle, die sich  auf Nortorfer und Schülper Gebiet erstreckt. Quelle: Beate König
Anzeige
Nortorf

Rasen und Wiese neben dem Timmasper Weg sind Geschichte. Die Fläche wurde eingeebnet. Auf einem Teilstück des Timmasper Wegs wurde der Asphalt entfernt, die Strecke nach Schülp ist gesperrt. Der Ablauf der Bauarbeiten wurde genau konzipiert: „Zuerst müssen wir infrastrukturelle Voraussetzungen schaffen“, erläuterte Benedikt Manz von der Abteilung Immobilien von Aldi Nord, der die Großbaustelle betreut. Ein Kreisverkehr an der Ecke Am Fliederwall/An der Automeile mit Lkw-Zufahrt zum Zentrallager, Straßen und Entwässerungsstränge werden zuerst gebaut.

Verwaltung von Aldi  entsteht in Fertigteilbauweise

Im Anschluss werden die Gebäude errichtet. Zwei Verwaltungsgebäude mit Sozialtrakt auf der Seite zum  Hofkamper Weg werden zuerst entstehen – in Fertigteilbauweise. Dann soll der südliche Teil des Lagers – das sind ein Teil des Trockenlagers und das Kühlhaus – erweitert werden. Beim Bau des Kühlhauses kommen spezielle Abdichtungsverfahren an den Bauteilfugen zum Einsatz.

Anzeige

Das neue Zentrallager wird zwölf Meter hoch

Sind die neuen Verwaltungsgebäude bezogen, wird die alte Verwaltung auf der Ostseite abgerissen. Auf der Fläche ist ein weiterer Abschnitt der Lagererweiterung geplant. Aktuell hat das Lager 33.000 Quadratmeter Fläche. Es soll auf 55000 Quadratmeter Fläche wachsen. Das neue Lagergebäude ist nach der Erweiterung mit zwölf Metern Höhe fünf Meter höher als das jetzige Lager.

Im neuen Lager werden Regalsysteme in mehreren Ebenen Waren aufnehmen. „Das Trockenlager wird zukünftig rund 14.000 Quadratmeter mehr belegen, das neue Kühlhaus hat 5500 Quadratmeter“, erläuterte Benedikt Manz.
Täglich sollen maximal 200 Lkw das Zentrallager ansteuern.

Bislang hat das Logistikzentrum insgesamt 36 Tore, an denen die Lkw andocken, um Ware zu liefern oder abzuholen. Nach der Erweiterung wird das Trockenlager 42 Tore haben, das Kühllager zehn Tore. Maximal bis zu 200 Lkw pro Tag sollen das Zentrallager ansteuern. Mit Außenanlagen, zu denen Parkplätze und Lieferzonen zählen, werden insgesamt 99.000 Quadratmeter Fläche überbaut sein.

Biologische Baubegleitung betreut den Abriss des Löschwasserbeckens

Auf dem Gelände werden zwei neue Regenrückhaltebecken entstehen. Das vorhandene Löschwasserbecken wird abgerissen. Die Arbeiten ruhen dort allerdings bis zum 31. Juli, um die Brutphase der Tiere, die sich am Gewässer angesiedelt haben, nicht zu stören. Eine extra beauftragte biologische Baubegleitung betreut den Abriss  fachmännisch.
Um die Anwohner vor Lärm zu schützen, wurde eine 300 Meter lange und 7,50 Meter hohe Schallschutzmauer gebaut, die um weitere 100 Meter verlängert wird. Zwei weitere Lärmschutzwände mit 20 und 70 Meter Länge sind geplant, auch die neuen Verwaltungsgebäude haben Schallschutzfunktion. Wenn in der Hochphase alle Gewerke am Start sind, rechnet Benedikt Manz mit bis zu 100 Bauarbeitern, die gleichzeitig auf der Baustelle arbeiten.

Immer informiert: Nachrichten aus der Region

Beate König 30.07.2019
30.07.2019