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Rendsburg Vier vermisste Hunde lösten Welle aus
Lokales Rendsburg Vier vermisste Hunde lösten Welle aus
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15:18 21.12.2018
Von Beate König
In Breiholz sind zwei Hunde der Rasse Australian Shepherd im Alter von zehn und vier Jahren seit dem 9. Dezember verschwunden. Die Tiere konnten sich frei bewegen. Quelle: Privat (Symbolbild)
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Rendsburg

Richtig ist: „In zwei Familien werden jeweils zwei Hunde vermisst“, berichtet Polizeipressesprecher Michael Heinrich von der Polizeidirektion Neumünster. In Breiholz sind zwei Hunde der Rasse Australian Shepherd im Alter von zehn und vier Jahren verschwunden. In Bovenau wurden ein zweijähriger Bordercollie und ein vierjähriger Münsterländer als vermisst gemeldet. Alle Tiere konnten sich auf den Grundstücken ihrer Besitzer, teilweise sogar als Freigänger ohne Leine frei bewegen. Alle Hunde sind gechipt. Jede Tierarztpraxis und jedes Tierheim kann die Daten auslesen.

In den sozialen Medien werden Falschmeldungen verbreitet, erklärt Heinrich. Der Beamte recherchierte bei der Stadt Rendsburg und der Stadt Büdelsdorf die Aussagen nach. Falsch ist, das in Büdelsdorf 20 Hunde als vermisst gemeldet wurden. Falsch ist, dass Hunde in Büdelsdorf mit ins Rathaus genommen werden dürfen. Der Fall eines Hundes, der vor einem Geschäft an einem Kinderwagen angeleint gewesen sein soll und nicht mehr da war, als der Besitzer vom Einkauf zurück kehrte, wurde nicht bestätigt. „Es wurde keine Vermisstenmeldung bei der Polizei gemacht.“

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Tierheim distanziert sich

Marc Nadolny, Vorsitzender des Vereins Tierheim Rendsburg, ergänzt: Falsch sei, dass das Tierheim die Meldung über 20 vermisste Hunde in der Region ins Netz gestellt haben soll. „Wir distanzieren uns von dieser Aussage. Uns sind, genau wie der Polizei, vier vermisste Hunde bekannt.“ Auf der Internetseite und auf der Facebookseite des Vereins wurde diese Nachricht gestern eingestellt, um die Tierheimmitarbeiter zu entlasten. Bis zu 20 Anrufer pro Stunde fragten nach, ob die Nachricht stimme.

„Es scheint Panikmache zu sein,“ schätzt Nadolny die Meldungen ein. Er geht davon aus, dass Hundefreunde die Meldungen verbreiten und aufbauschen, um Hundebesitzer, die ihre Vierbeiner auf Grundstücken frei laufen lassen, zu warnen. Für Heinrich könnte es sich bei der Fake-News-Welle auch um den bösen Scherz eines Hundehassers handeln.

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