Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Feuerwehr übt in leeren Elac-Häusern
Lokales Rendsburg Feuerwehr übt in leeren Elac-Häusern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:27 11.02.2018
Von Sven Janssen
Für die Atemschutzträger ist Training in unbekanntem Terrain wichtig. Nur damit können sie sich auf reale Brände vorbereiten und das optimale Vorgehen trainieren, um schnell Menschen retten zu können. Quelle: Sven Janssen
Kronshagen

„Um das Risiko zu minimieren, hat die Atemschutzausbildung bei uns Vorrang“, erklärte Gruppenführer Sascha Utsch, der mit zwölf Kameraden in den Gebäuden übte. „Für uns ist der Leerstand ein Glücksfall. Dass wir unter realen Bedingungen in einem Wohnblock trainieren können, ist fast nie möglich.“ Aber gerade das sei wichtig, weil es die Einsatzsituation am besten abbilde. „Wenn wir zu einem Brand kommen, dann kennen wir die Umgebung nicht, wissen nicht wie die Räume aussehen und wie wir sicher durch das Treppenhaus kommen.“

Zwei Atemschutzträger hocken vor einer Haustür im ersten Stock. Ein Riemen ist um die Türklinke gebunden, damit sie im Erstfall nach dem Öffnen auch schnell zugezogen werden kann, weil nicht klar ist, was die beiden dahinter erwartet. Das Strahlrohr im Anschlag wird von drei herunter gezählt und die Tür geöffnet. „Maximal für 30 Minuten haben sie Luft, bei größerer Anstrengung weniger“, erklärte Utsch. Mehr Zeit bleibt den beiden nicht, um sich zu orientieren und die Räume nach Personen abzusuchen.

„Bei den Übungen gehen wir vorsichtig mit dem Haus um und sind gehalten, keine Schäden zu verursachen“, sagte Feuerwehrchef Christian Esselbach, der immer wieder von Bürgern angesprochen wird, die es seltsam finden, dass die Feuerwehr in das leere Haus stürmt. „Wenn man erklärt, warum wir das machen, ist das Verständnis dafür aber groß.“

„Klar können wir auch im Bauhof und in der Feuerwehrhalle üben, das ist aber nicht dasselbe“, betonte Utsch. Die Umgebung kenne jeder, da sei der Übungseffekt viel geringer.

Der Bürgerentscheid gegen eine Teilprivatisierung der Seniorenwohnanlage Neue Heimat in Rendsburg ist gescheitert. Die Wahlbeteiligung reichte nicht. Eine knappe Mehrheit in der Ratsversammlung hatte eine Kooperation mit dem Verein "Die Brücke" beschlossen. Dagegen richtete sich der Bürgerentscheid.

Hans-Jürgen Jensen 11.02.2018

Jetzt drängt auch der Kreisfeuerwehrverband auf einen schnellen Neubau der Feuerwache in Rendsburg. Deutliche Kritik an der langen Wartezeit übte Fritz Kruse, der stellvertretende Kreiswehrführer, am Freitagabend bei der Jahresversammlung der Rendsburger Freiwilligen Feuerwehr.

Hans-Jürgen Jensen 11.02.2018

Beamte des Verkehrsüberwachungsdienstes Neumünster haben am Donnerstagmorgen einen griechischen Sattelzug gestoppt. Bei der Kontrolle stellten sie fest, dass der Fahrer innerhalb eines Monats nie die gesetzlichen Ruhezeiten eingehalten habe.

09.02.2018