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Rendsburg Dieselgeschwängerte Luft ist ein No-Go
Lokales Rendsburg Dieselgeschwängerte Luft ist ein No-Go
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12:41 11.03.2018
Von Frank Scheer
Kreiswehrführer Matthias Schütte zeichnet Hans-Kaack mit der Ehrenmedaille aus. Quelle: Frank Scheer
Rendsburg

Vor den 286 Delegierten der 183 Feuerwehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde machte Kreiswehrführer Matthias Schütte deutlich, dass angesichts der sinkenden Zahl von Aktiven alle Verantwortlichen aufgefordert seien, den Bürgern das Feuerwehrwesen schmackhaft zu machen.  "Das geht nur im Zusammenspiel mit der Gemeinde -  aber leider scheint es so, als sehen das manche Bürgermeister und Gemeindevertreter nicht so." 

Angesichts der anstehenden Kommunalwahl am 6. Mai forderte Schütte die Wehrchefs und ihre Vertreter auf, den "Kandidaten mal auf den Zahn zu fühlen".  Schütte: "Wir müssen deutlich machen, dass wir es sind, die für die anderen Bürger loslaufen, um zu helfen." Die freiwilligen Feuerwehr dürfen nicht als "Kostenfaktor" gesehen werden. Als ein absolutes „No-Go“ geißelte Schütte die Tatsache, dass sich viele Einsatzkräfte immer noch in dieselgeschwängerten Gerätehäusern umziehen müssen.

Zahl der aktiven Einsatzkräfte gesunken

6823 (22 weniger als im Vorjahr) Menschen leisten aktiv Dienst im Kreis. Der Rückgang sei nicht positiv, aber nicht „lebensbedrohlich“, so der Kreis-Chef. Allerdings sind die Zeiten weiterhin für die freiwilligen Wehren nicht einfach. Momentan erreichen fast 20 Prozent (35 Dörfer) nicht die geforderte Einsatzstärke von 27 Personen. Ende 2017 löste sich Sören auf. Der Nachbarort Hoffeld ist seitdem für den Brandschutz verantwortlich. „Weitere konkrete Fälle sind mir derzeit nicht bekannt. Bei Bovenau und Ehlersdorf deutet sich eine Lösung an“, so Schütte

Technische Hilfe ist der Einsatzschwerpunkt

Der Hauptbrandmeister verwies aber auch darauf, dass 138 Wehren noch deutlich über der Sollstärke liegen, zehn verfügen genau über die geforderte Anzahl der Einsatzkräfte. Die Zahl der Einsätze ist gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen. 3410 Einsätze (Vorjahr 3191) sind registriert. Mit 46,5 Prozent nahm die technische Hilfeleistung den größten Anteil ein. 813 Mal rückten die Einsatzkräfte zu Bränden aus, darunter auch zu 36 großen Einsätzen und den  Gasexplosionen in Osterrönfeld und Langwedel.

Zahlreiche Ehrungen standen auch auf dem Programm: Dieter Krusche erhielt das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold, Hans Kaack als Vorsitzender des Gemeindetags die Feuerwehrehrenmedaille. Zu Ehrenmitglieder des Kreisfeuerwehr wurden Kreispräsident Lutz Clefsen, Karl-Heinz Mücke, Dieter Krusche und Martin Stier ernannt.

Bislang musste die Freiwillige Feuerwehr Molfsee noch nie zu einem Rettungseinsatz ausrücken, um einen ins Eis eingebrochenen Menschen zu retten. Trotzdem muss dieser Einsatz immer wieder geübt werden, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Sven Janssen 11.03.2018

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