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Rendsburg Weihnachtswunsch: Ein Markt für 2019
Lokales Rendsburg Weihnachtswunsch: Ein Markt für 2019
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06:00 24.12.2018
Von Florian Sötje
Kai Struckmayer (links), Gerlind Lind und Horst Kay zeigen die Hefte und Kalender, die sie sonst immer auf dem Flemhuder Weihnachtsmarkt verkauft haben. Quelle: Florian Sötje
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Quarnbek

Der Grund für die damalige Absage: Die Buden für die Aussteller waren nicht geliefert worden. Seitdem stellt man sich in der Region zwei Fragen: Warum musste das passieren? Und, wird es 2019 wieder einen Flemhuder Weihnachtsmarkt geben? Der Runde Tisch soll Klarheit bringen.

Viele Menschen stellen jedes Jahr etwas für den Weihnachtsmarkt auf die Beine

Gerlind Lind, Kai Struckmayer und Horst Kay gehören zu den vielen Menschen, die jedes Jahr für den Weihnachtsmarkt etwas auf die Beine stellen. Gerlind Lind ist seit vielen Jahren mit dem Quarnbeker Kaleidoskop, einer Chronikreihe, dabei und verkauft die Hefte auf dem Weihnachtsmarkt. Kai Struckmayer und Horst Kay bestücken jedes Jahr den Quarnbeker Jahreskalender mit Fotos aus der Region. Auf dem Weihnachtsmarkt verkauften sie stets viele bis alle Exemplare – nun bleiben sie auf etlichen sitzen. Und da seien sie nicht die einzigen: Kekse wurden gebacken, kleine Kunstwerke gebastelt, Würstchen gekauft – und am Tag vor dem Weihnachtsmarkt kam die Absage.

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Markt als sozialer Faktor in der Region

Der finanzielle Aspekt sei ihr gar nicht so wichtig, sagt Gerlind Lind. Es sei vielmehr ein erheblicher Imageschaden nach außen entstanden. „Zudem hat der Weihnachtsmarkt eine ganz hohe soziale Funktion. Das hat die Kirche bei ihrer Absage unterschätzt.“ Diese habe keinen Plan B gehabt und angebotene Hilfe ignoriert. Bei aller Kritik vergesse man aber natürlich nicht, dass der Weihnachtsmarkt 31 Jahre lang gut von der Kirche organisiert worden sei, betont Lind.

Wäre eine improvisierte Lösung möglich gewesen?

„Man hätte sich schon frühzeitiger an die Aussteller wenden können, ob sie etwas anderes ohne Buden hinbekommen. Aber man wollte kein Provisorium“, sagt Horst Kay. Für Kai Struckmayer ist klar: „Die Kirche muss möglichst bald aufzeigen, wohin es gehen soll, damit die Gerüchte verstummen.“

Kirche lädt ein zum Runden Tisch

Das wird sie tun: Anfang des neuen Jahres lädt die Kirche zu einem Runden Tisch ein, sagt Andreas Lux, Pastor in Flemhude. „Jeder, der sich engagieren will, wird von uns eingeladen“, erklärt Lux. Den Markt abzusagen, hält er nach wie vor für richtig. „Es war eine gemeinsame Entscheidung im Kirchenvorstand, die unter Zeitdruck gefallen ist und richtig schmerzhaft war.“ Es sei jetzt aber mal die Zeit, um ins Nachdenken zu kommen. „Einige Dinge sind im Laufe der Jahre als selbstverständlich angesehen worden, die es aber nicht sind“, sagt Lux. Ein Weihnachtswunsch für 2018 sei dennoch klar: ein Weihnachtsmarkt im kommenden Jahr rund um die Flemhuder Feldsteinkirche.

23.12.2018
Beate König 23.12.2018
Beate König 23.12.2018