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Rendsburg Flemhuder See wird ausgebaggert
Lokales Rendsburg Flemhuder See wird ausgebaggert
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19:08 27.04.2018
Von Sven Janssen
Foto: An zwei Stellen muss der Flemhuder See vertieft werden, damit die Schuten später gefahrlos zum neuen Anleger kommen.
An zwei Stellen muss der Flemhuder See vertieft werden, damit die Schuten später gefahrlos zum neuen Anleger kommen. Quelle: Sven Janssen
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Nachdem Messungen ergeben hatten, dass der See an zwei Stellen deutlich flacher ist, müssen jetzt rund 8000 Kubikmeter Aushub bewegt werden, der zudem erheblich mit Schweröl belastet ist. „Im See gibt es zwei Flächen mit einer Größe von gut 2400 und 1500 Quadratmetern, wo die Wassertiefe teilweise nur knapp zwei Meter beträgt, die müssen beseitigt werden“, sagte Niels Böge, Baubevollmächtigter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes (WSA).

Der Schlamm ist mit Schweröl belastet

Schon vor dem Zweiten Weltkrieg hatten die Nationalsozialisten am Flemhuder See begonnen, ein Öllager zu bauen. „In den See selbst ragten Anleger hinaus, über die die Schiffe versorgt wurden“, erzählte Böge. Die Briten hätten die Anlage nach dem Krieg gesprengt, dabei sei viel Schweröl in den See gelangt, das sich auf dem Grund abgesetzt habe.

„Wir haben gut 500 Meter Ölsperren auf dem See ausgebracht, damit durch das beim Baggern möglicherweise frei werdende Öl die Umwelt nicht belastet wird“, erklärte Böge. In der Sperrzone arbeiten ein Baggerponton und eine Schute einer niederländischen Firma, die den belasteten Grund aus dem See holen und am Anleger anlanden.

8000 Kubikmeter Aushub werden deponiert

„Der komplette Aushub muss deponiert werden“, sagte Böge. „So wie der Ölschlamm aus dem See kommt, nimmt ihn uns niemand ab.“ Deshalb habe die WSA auf dem Gelände große Ablagerungspolder angelegt. 10.000 Kubikmeter können die riesigen Becken aufnehmen, die komplett mit einer Spezialfolie abgedichtet und mit einer Kiesschicht ausgelegt sind.

Nachdem 2015 mit dem Bau des Anlegers begonnen und dieser Ende 2016 fertiggestellt wurde, sei jetzt der Plan, den See komplett befahrbar zu machen. „Noch in diesem Jahr soll die Vorbereitung für den ersten Bauabschnitt des Kanals zwischen Königsförde und Schinkel abgeschlossen sein, damit wir 2019 mit den Ausschreibungen beginnen können“, sagte Böge. Ende 2019 würden dann die Kanalarbeiten beginnen.

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