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Rendsburg Flintbek "flirtet" mit Bordesholm
Lokales Rendsburg Flintbek "flirtet" mit Bordesholm
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08:48 11.09.2019
Von Frank Scheer
Leah Endling und Arne Lass nehmen im Klärwerk des Abwasserzweckverbands Bordesholmer Land in Reesdorf aus einem der beiden SBR-Reaktoren eine Wasserprobe. Diskutiert wird jetzt, ob mit Flintbek eine Kooperation möglich ist und ob die Gemeinde dem Verband beitreten kann. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm/Flintbek

Die Gemeinde Flintbek braucht offenbar schnell eine Lösung, nicht nur aus finanziellen Gründen. Ihr Klärwerker Helmut Rath geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Der ins Auge gefasste Partner sieht die Verhandlungen pragmatisch. „Flintbek ist auf uns zugekommen, und die Gespräche laufen. Aber die Gemeinde Flintbek muss einiges an Hausaufgaben machen. Es muss beiden Seiten etwas bringen“, sagte Verbandsvorsteher Helmut Tiede aus Bordesholm deutlich. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass beide Seite auch beim Thema Volkshochschule über eine Kooperation beraten.

Bordesholm entsorgt für 2,35 Euro - Flintbek für 2,58 Euro

Der Abwasserzweckverband Bordesholm-Land, dem Bordesholm, Wattenbek, Brügge, Bissee und Reesdorf angehören, verfügt über ein modernes Klärwerk in Reesdorf. Eine Erweiterung auf eine größere Kapazität wurde im Jahr 2004 abgeschlossen. Das wäre für Flintbek mit ausreichend. Vier Mitarbeiter sind beim Verband angestellt. Mit einem derzeitigen Kubikmeterpreis von 2,35 Euro liegen die Bordesholmer auch vergleichsweise günstig – in Flintbek liegt die Gebühr bei 2,58 Euro je Kubikmeter.

In Flintbek sind große Maßnahmen notwendig

„Unterschiedliche Preise in einem Zweckverband sind kein Problem. Aber im Flintbeker Klärwerk, das ein älteres System hat, sind große Maßnahmen notwendig“, so Tiede weiter. Zudem seien personelle Fragen in puncto Personalpool noch zu hinterfragen. Außerdem liefe der Abwasserbereich über den Flintbeker Gemeindehaushalt. „Dies ist nicht sinnvoll und schafft Probleme. Man kann überhaupt keine Verwaltungskosten ansetzen.“ Seine Empfehlung: Das müsse schnellstens verändert werden. In Bordesholm wird das Thema am Dienstag, 17. September, in der Verbandsversammlung öffentlich beraten. „Wir wollen, dass der Bürger weiß, worüber wir beraten“, so der Verbandschef.

Verbandschef in Bordesholm ist skeptisch

Für eine Kooperation sei man aber offen. Ein Beitritt sei auch möglich – im Moment spiele bei ihm eine große Portion Skepsis mit, ob das Ganze realisierbar sei, merkte Tiede an. Die Flintbeker müssten reagieren, denn der Klärwerker Helmut Rath gehe in den Ruhestand. „Ein guter Mann scheidet aus, aber auf ihn ist die ganze Steuerung dort in der Anlage im Kleinflintbeker Weg abgestellt“, betonte er zudem.

Flintbek spricht von "offenen und guten" Gesprächen 

Olaf Plambeck betonte, dass ein Ingenieurbüro bereits beauftragt worden sei, Planungen für einen „modernen Stand“ auszuarbeiten. Aus seiner Sicht liefen mit dem Bordesholmer Verband „offene und gute Gespräche“. Er hält kleine Schritte in Form einer Kooperation für sinnvoll, mit denen man sich „gegenseitig stützen“ könne – das langfristige Ziel könnte aber ein Beitritt zum Verband sein. Helmut Tiede sieht das Ganze so: „Flintbek braucht dringend jetzt eine Lösung.“

Verwaltungsfusion ist kein Thema

Eine Verwaltungsfusion sei derzeit in der Ortspolitik kein Thema, sagte Christian Kummetz (CDU), Vorsitzender der größten Flintbeker Fraktion. 2015 sei dieses Thema zu den Akten gelegt worden. Olaf Plambeck betonte allerdings, dass man noch in vielen weiteren Bereichen Kooperationen suchen sollte. Auf lange Sicht werde es zwischen Kiel und Neumünster nur einen Verwaltungsstandort geben und da würden aus seiner Sicht Bordesholm, Flintbek und Molfsee dazugehören.

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