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Rendsburg Flüchtlingshelfer Alltagshelden?
Lokales Rendsburg Flüchtlingshelfer Alltagshelden?
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18:23 04.08.2016
Von Beate König
Das Team vom kleinen weißen Haus ist für den Bürgerpreis Schleswig-Holstein nominiert (von links): Dierk Falk, Julia Beilke, Karen Schätz, Zakaria Hasan, Hama Bezeni und Ahmed Alsadoon. Quelle: Beate König
Nortorf

„Finanziert wird die Dreiviertelstelle vom Land, Träger ist in Nortorf das Deutsche Rote Kreuz“, erläutert die Ehrenamtlerin, die seit dem Aufbau des Freundeskreises für Asylsuchende im Nortorfer Land (FANL) Projekte entwickelt und anschiebt. Ihre erste Idee war der offene interkulturelle Garten auf dem städtischen Gelände in der Niedernstraße hinter dem Museum. Im kleinen weißen Haus vor dem Garten baute sie mit vielen Helfern eine ständig wachsende Zahl von Aktivitäten aus.

 Nächstes Projekt ist ein riesiger Stadtplan, in dem alle Spielplätze, Ärzte und Geschäfte verzeichnet sind. „Er soll so groß werden, dass man jede Hausnummer verzeichnen kann.“ Der Schaukasten ist schon vorhanden. Dazu soll es als Abkürzung einen neuen Trampelpfad quer über den Rasen neben dem Museum direkt zum Garten geben. „Die Sträucher müssen dafür getrimmt und der Zaun entfernt werden.“

 Der Computerraum im ersten Stock wird das Büro der Koordinatorin, die alle Flüchtlingsprojekte in Nortorf betreuen und vernetzen soll. Die Computer ziehen in den Raum gegenüber, der bislang vom benachbarten Museum als Lager genutzt wurde.

 „Film ab für die Mitte“, heißt es am Sonntag, 28. August, ab 14 Uhr im und ums kleine weiße Haus. Mit den Bildern aus fünf Stunden Drehzeit, bewirbt sich das Team für den Bürgerpreis in der Kategorie „Alltagshelden“, den das Land und die Sparkassen in diesem Jahr unter dem Motto „Deutschland 2016, Integration gemeinsam leben“ ausgelobt haben.

 Das Wochenprogramm soll an einem einzigen Tag gebündelt in Ausschnitten gezeigt werden. „Ich habe schon eine Art Drehbuch geschrieben, damit die Filmcrew abwechselnd mal drinnen, mal draußen Aktivititäten filmen kann,“ sagt Julia Beilke. Holzwerkstatt, Garten und Computerzimmer gehören zu den Drehorten, dazu Gemeinschaftsaktionen wie der Singabend, Kaffeeklatsch und Beetpflege. Teilnehmer für die Aufnahmen sind willkommen, ebenso eine Anmeldung dafür am schwarzen Brett im kleinen weißen Haus.

Jahrelang schlummerte Ottendorf im Dornröschenschlaf. Jetzt kommen die Veränderungen Schlag auf Schlag: die Erweiterung von Kindergarten und Feuerwache sowie die Erschließung des Neubaugebietes am Kanalweg. Zudem wird eine neue Zukunft auf einem der ältesten Plätze geplant: dem Hof Biernd neben der Feuerwache.

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