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Rendsburg Frauenforum will Politik ändern
Lokales Rendsburg Frauenforum will Politik ändern
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10:00 26.09.2019
Von Beate König
Frauen sind flexibel: Gleichstellungsbeauftragte Silvia Kempe-Waedt und Kreispräsidentin Juliane Rumpf verlegten das Arbeitstreffen des Frauenforums kurzerhand in die Septembersonne. Quelle: Beate König
Rendsburg

Frauen in die Politik bringen und dort halten - mit diesem Ziel hatten Politikerinnen im Februar das Frauenforum im Kreis Rendsburg-Eckernförde gegründet. Ein Ideenkatalog war beim ersten Treffen entstanden. Silvia Kempe-Waedt, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises, und Kreispräsidentin Juliane Rumpf berichteten beim zweiten Treffen im Nordkolleg vom Beginn der Umsetzung der Ideen. Neben 35 Frauen nahm auch ein AfD-Kreistagsabgeordneter als stiller Beobachter teil.

Leitfaden für Neueinsteiger in die Politik ist geplant

Mit einem Leitfaden für Neueinsteigerinnen in die Politik füllt das Frauenforum eine landesweite Lücke. „Wir waren sehr erstaunt: Von der Landeszentrale für politische Bildung gibt es bislang keine Infos für Neueinsteiger“, sagte Kreispräsidentin Juliane Rumpf. Der Landesfrauenrat setze sich für eine Förderung des Projektes ein, das von landesweitem Interesse ist.

Zum Inhalt sollen unter anderem Rechtsgrundlagen, aber auch Informationen zur gesetzlich geregelten Finanzierung von Kinderbetreuung während Gemeindevertretersitzungen zählen. „Davon können beide Geschlechter profitieren“, sagt Rumpf.

Das Frauenforum hat Kontakt zum Innenministerium und zum Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung aufgenommen, um Fördermittel für den Leitfaden einzuwerben. „Bislang werden die Aktivitäten des Frauenforums aus dem Budget für Öffentlichkeitsarbeit der Gleichstellungsstelle finanziert. Das ist endlich“, sagte Silvia Kempe-Waedt. Der Leitfaden soll in einer landesweiten Kampagne vorgestellt werden. Als Veröffentlichungszeitpunkt ist das Jahr vor den nächsten Wahlen geplant

Zugkräftige Referentinnen sollen für das Thema „Frauen in die Politik“ werben

Orte für eine Vortragsreihe sind gefunden: In Nortorf, Hohenwestedt, Kronshagen und Eckernförde sollen zugkräftige Referentinnen Frauen zum Mitmischen bei politischen Entscheidungen in der Kommune motivieren.

In den nächsten Arbeitskreisen werden umsetzbare Konzepte für die Vereinbarkeit von Amt und Familie gesucht, dazu ein Mentoring-Programm konzipiert: Frauen sollen Netzwerk-Arbeit in der Kommune auch über Parteigrenzen hinweg beherrschen und strategisches Denken lernen - das sind Inhalte, die Mentorinnen vermitteln können. Das Frauenforum will Quotenregelung in Parteien unterstützen, wenn Parität sich nicht anders herstellen lasse. Weitere Forderungen, die alte Parteistrukturen beenden könnten: Direktmandate abschaffen, Rotationsprinzip einführen, Debattenkultur klar regeln - dazu zählt Redezeitbegrenzung.

Entscheidungen in den Kommunen haben auf beide Geschlechter Auswirkungen

Kempe-Waedt erinnerte an die Diskrepanz: „Entscheidungen in den Kommunen haben auf beide Geschlechter Auswirkungen.“ Der Anteil an Frauen, die über das Wohl der Gemeinde und des Kreises mitentscheiden, sei jedoch gering.“ Im Kreistag sind von 62 Abgeordneten lediglich 21 Frauen. „Der Missstand muss beendet werden.“

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