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Rendsburg Fünftes Badeverbot im Bordesholmer See
Lokales Rendsburg Fünftes Badeverbot im Bordesholmer See
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15:20 09.08.2019
Von Sven Tietgen
Nach Sichtprüfung auf den grünen Algenteppich am Freitagmorgen hält Tim Reimer vom Ordnungsamt das am Vortag verhängte Badeverbot am Bordesholmer See weiter aufrecht. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm

Ordnungsamtsmitarbeiter Tim Reimer konnte die rasanten Veränderungen bei der Bildung der Blaualgen im Bereich der gemeindlichen Badestelle am Bordesholmer See selbst kaum glauben. Am Dienstagabend war der Nichtschwimmerbereich trotz auflandigem Wind frei von den Algen, die bei Berührung Hautreizungen und beim unabsichtlichen Verschlucken Übelkeit oder Erbrechen verursachen können. Über Nacht bildeten sich vor dem Strandbereich jedoch wieder regelrechte Algenschlieren, am Mittwochmorgen war das Wasser giftgrün. „Man konnte im flachen Wasser den Grund nicht mehr sehen, da mussten wir handeln“, erklärte Tim Reimer.

Blaualgen im Wasser führen zu Badeverbot

Täglich kontrollieren die Mitarbeiter der Amtsverwaltung die Wassersituation. Ihre Beurteilungen nehmen sie nach Sichtprüfungen vor. „Man kann überhaupt nicht vorhersehen, wie sich die Lage entwickelt. Mal bleiben die Algen bei Hitze aus, bei kühlem Wetter sind sie plötzlich wieder da“, sagte Reimer. Das führte in diesem Sommer zu einem Hin und Her bei den Badeverboten. Seit dem ersten Blaualgenalarm am 11. Juli schob das Ordnungsamt jetzt zum fünften Mal dem Badespaß einen Riegel vor. Thomas Schunack, Pächter der Gaststätte Seeterrassen, hat bereits einen merklichen Umsatzrückgang festgestellt.
„Ich bin nur froh, dass wir nicht komplett abhängig sind von den Badegästen. Zu uns kommen auch viele Spaziergänger, Radfahrer oder Leute, die nett sitzen und auf den See gucken wollen“, erklärte Schunack. Das Thema beschäftigt auch andere Anlieger wie Elke Kuhlmann und Werner Petersen. Die beiden Bordesholmer trafen sich beim Radfahren zu einem kurzen Klönschnack, die Blaualgen machen ihnen Sorgen. „Da muss man grundsätzlich mal was machen“, sagte Elke Kuhlmann.

Bordesholmer See: Wasser soll besser werden

Von einer schwierigen und komplexen Situation sprach  Ronald Büssow, Bürgermeister in Bordesholm. „Wesentlich ist das Uferrandstreifenprogramm an den Zuflüssen, das wir mit den Umlandgemeinden weiter verfolgen. Damit sollt der Eintrag der schädlichen Phosphate weiter reduziert werden können“, erklärte Büssow. Weiterhin müsse die Gemeinde Alternativen prüfen, etwa die von der UWB-Fraktion vorgeschlagene Anlage an der Badestelle, die zusätzlichen Sauerstoff im Seewasser produziert. „Das ist noch nicht hinreichend untersucht, wir wollen ja keine 25.000 Euro, die das Gerät kostet, versenken“, sagte der Gemeindechef weiter. Wichtig sei auch ein Update bei den Untersuchungen zu Parametern, unter anderem zu Fließgeschwindigkeiten.

Weitere Aufschlüsse sollen Langzeituntersuchungen der Kieler Uni zu Einträgen geben, die in früheren Zeiten in den Bordesholmer See gelangt sind. „Viele Messergebnisse sind älteren Datums, wir brauchen aber aktuelle Daten als Grundlage für Entscheidungen“, betonte Büssow.

Die Wasserqualität im Bordesholmer See werde auch Thema der nächsten Umweltausschusssitzung am Donnerstag, 5. September, ab 18.30 Uhr sein.

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