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Rendsburg Neubau für Flüchtlinge entsteht in Felde
Lokales Rendsburg Neubau für Flüchtlinge entsteht in Felde
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16:45 04.12.2019
Von Florian Sötje
Hinter dem Waldkindergarten im Felder Ortsteil Jägerslust (links) und in Sichtweite der alten Baracken (rechts) wird auf amtseigener Fläche ein Neubau für Flüchtlinge und Obdachlose entstehen.  Quelle: Florian Sötje/Lina Schlapkohl
Felde

Als 2015 viele Menschen in ihrer Not nach Deutschland kamen, kauften oder mieteten Städte und Gemeinden Wohnraum, um Flüchtlinge vor Ort unterzubringen. Im Amt Achterwehr kamen sie neben Einzelvermietungen im gesamten Amtsgebiet im Falkenhof in Brux, im Felder Seegarten oder in den alten Baracken im Felder Ortsteil Jägerslust unter.

Bauvorhaben für 1,25 Millionen soll schnellstmöglich umgesetzt werden

In Sichtweite zu diesen soll auf amtseigenem Gelände für etwa 1,25 Millionen Euro eine neue Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose entstehen. Diesen Beschluss fasste der Finanz- und Bauausschuss des Amtes einstimmig. Amtsdirektor Joachim Brand will nun "schnellstmöglich" auf die Suche nach einem Architekten gehen, um das Vorhaben umzusetzen.

Entstehen wird ein reihenhausähnlicher Bau mit vier voneinander getrennten Einheiten. Jede davon wird vier Wohnräume haben, in denen jeweils maximal zwei Menschen wohnen können. Die Höchstauslastung beträgt also 32 Personen.

Pläne eines Neubaus bestehen bereits seit 2015

Pläne, dort eine Unterkunft zu bauen, gibt es bereits seit 2015. Dazu wurde damals ein Vertrag mit der Gemeinde Felde geschlossen. Das Bauvorhaben stand jedoch vor einer ungewissen Zukunft. Ein Anwohner hatte gegen die Pläne vor dem Verwaltungsgericht Schleswig geklagt. Dieses hat die Klage mittlerweile abgewiesen.

Sahen die ersten Überlegungen auf dem Gelände noch einen weiteren Neubau direkt am Lärchenweg sowie einen zusätzlichen Schulungsraum vor, wird nun einzig das Gebäude neben Waldkindergarten und alten Baracken gebaut. "Es besteht nicht mehr der Bedarf wie 2015, deshalb hat sich die Planung verändert", sagte Amtsdirektor Brand.

Hohe Mietkosten belasteten den Haushalt des Amtes

Der Neubau soll mittelfristig dabei helfen, zwei Probleme zu lösen: "Es ist wichtig, dass wir von den Hotellösungen wegkommen. Sie sind teuer, und ungeeignet für die Integration der Leute", sagte Brand, der die Entwicklung von der reinen Unterbringung von Flüchtlingen zu festen Wohnverhältnissen anstrebt. Allein die Miete des Falkenhofs in Brux belastete den Amtshaushalt monatlich mit 22.000 Euro. Das Amt hat den Mietvertrag zum Januar 2020 gekündigt. Der Falkenhof steht derzeit leer und wird renoviert.

Eigener Wohnraum soll bei Integration helfen

Die knapp 30 Flüchtlinge, die dort untergebracht waren, sind andernorts untergekommen, haben teilweise eigenen Wohnraum anmieten können. Die Verteilung habe überraschenderweise gut geklappt, sagte Brand. Den Vertrag mit dem Felder Seegarten hat das Amt derweil um zwei Jahre verlängert. Dank einer Vertragsoption verringert sich die Kaltmiete ab dem 1. Juni 2020 um 3200 Euro. Derzeit beträgt die Miete insgesamt monatlich 8900 Euro.

Ziel im Amt: Keine Hotellösungen mehr

Sollte der Neubau in Jägerslust in zwei Jahren fertig sein, will man im Amt die Situation neu bewerten und schauen, ob eine erneute Verlängerung des Mietvertrags notwendig ist. Durch die Neubauplanung hat das Amt vom Kreis derzeit die Zusage, weniger Flüchtlinge zugewiesen zu bekommen. Nach der Fertigstellung kann sich die Zahl wieder erhöhen. "Wir werden den Neubau auf Dauer brauchen", ist sich Brand sicher.

"Wir wissen nicht, wie sich die Zahlen entwickeln, werden aber keine Probleme haben, den Wohnraum zu füllen", sagte Rolf-Dieter Carstensen (SPD) aus Westensee im Ausschuss. Zudem liege der Bereich im Gegensatz zu Brux in einer "vernünftigen Entfernung" zu Felde.

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