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Rendsburg Barrierefreie Haltestellen werden teuer
Lokales Rendsburg Barrierefreie Haltestellen werden teuer
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17:13 18.09.2018
Ausschussvorsitzender Michael Dirks (CDU) vor einer der Bushaltestellen, die barrierefrei werden sollen. Quelle: Sorka Eixmann
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Molfsee

Die Forderung nach Barrierefreiheit an Bushaltestellen kommt nicht von ungefähr, es geht dabei um eine Gesetzeslage. „Laut Vorgabe durch den Bund und eine EU-Richtlinie sollen bis 2020 alle Bushaltestellen barrierefrei sein“, erklärt Dirks. Und damit die spannende Frage: „Wer soll das bezahlen?“

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde ist zuständig für den barrierefreien Um- und Ausbau der Bushaltestellen, die sich an Kreisstraßen befinden - auch in Molfsee. Dazu gehören unter anderem die in der Hamburger Landstraße/Mielkendorfer Weg, am Freilichtmuseum und am Wollbergsredder. Die Verwaltung der Gemeinde hat die Planungen aufgenommen und Kosten ermittelt. Der Grund: „Der Umbau zu barrierefreien Bushaltestellen an Kreisstraßen liegt zwar in der Verantwortung des Kreises, aber diese Verantwortung hat der Kreis an die Gemeinden weitergegeben und eine Förderung von 100 Prozent in Aussicht gestellt.“

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Förderung beträgt maximal 25.000 Euro

So weit, so gut, denn es gibt auch ein "Aber". „Das Aber ist bei der Höchstförderung durch den Kreis schnell gefunden. Denn die liegt bei gerade einmal 25.000 Euro pro Bushaltestelle“, erläutert Dirks. Die Kosten für den Umbau der Haltestelle im Bereich Mielkendorfer Weg (Fahrtrichtung Flintbek) liegen aber bei rund 60.000 Euro. „Damit würde die Gemeinde Molfsee auf der Differenz sitzen bleiben“, betont Dirks. „Wir waren uns fraktionsübergreifend einig, dass wir diese Zahlungen nicht übernehmen können und haben einstimmig dafür votiert, dass die Verwaltung erneut mit dem Kreis über die Kostenaufteilung diskutiert.“

Von Sorka Eixmann

Torsten Müller 18.09.2018
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