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Rendsburg Melsdorf will Situation entschärfen
Lokales Rendsburg Melsdorf will Situation entschärfen
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06:00 01.02.2019
Von Florian Sötje
Bürgermeisterin Anke Szodruch (CDU, von links), Betriebsleiter Christmuth Anders und Ausschuss-Vorsitzender Wilfried Jenß (CDU) stehen an der Einfahrt zum Hof Wittschap, an der im Minutentakt Lkw vorbeifahren. Quelle: Florian Sötje
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Melsdorf

Der Bereich der Rendsburger Landstraße zwischen dem Industriegebiet und dem Hof Wittschap gilt schon länger als Gefahrenquelle. Warum die Anwohner eine Verkehrsberuhigung anstreben, wird vor Ort deutlich. Gegenüber des Hofs liegt das Industriegebiet Am Ihlberg. Lkw oder Müllautos fahren hier ein und aus. Bis zu den Ortsschildern von Melsdorf und der Landeshauptstadt Kiel, die dicht beieinander und hinter der Einfahrt zum Hof Wittschap liegen, darf man hier 100 Stundenkilometer fahren. „Erst vor vier Wochen hatten wir hier den letzten Unfall – zum Glück ohne Personenschäden“, sagt Christmuth Anders, Betriebsleiter auf dem Hof. Unfälle habe es in der Vergangenheit häufiger gegeben.

Kunden und Pferdebesitzer steuern den Hof an

Auf dem Gelände gibt es unter anderem einen Hofladen und eine Pferdepension. „Dementsprechend viele Kunden und Pferdebesitzer steuern unseren Hof an“, sagt Anders. Er führt vor Ort einen Ausbildungsbetrieb. Die Lehrlinge müssen häufig mit großen landwirtschaftlichen Fahrzeugen vom Hof fahren. „Wir versuchen natürlich immer, vorsichtig zu sein, aber das ist bei der Verkehrssituation auch schwierig“, sagt Anders.

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Amt Achterwehr hat Vorschlag zur Verbesserung gemacht

Den Antrag hat die Hofgemeinschaft aber vor allem wegen des Nachwuchses gestellt. Mittlerweile leben hier drei Kinder unter fünf Jahren. „Auf die Initiative der Hofgemeinschaft sind wir aktiv geworden“, sagt Thies Boller, zuständiger Bearbeiter im Amt Achterwehr. Er hat einen Vorschlag erarbeitet, den die Gemeinde Melsdorf unterstützt. Demnach soll das Melsdorfer Ortsschild an den Bebauungsbeginn des Hofes verlegt werden. Davor soll ein Tempo-70-Schild für eine schrittweise Reduzierung der Geschwindigkeit sorgen. Darüber entscheiden wird aber die Straßenverkehrsbehörde in Rendsburg.

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31.01.2019
Hans-Jürgen Jensen 31.01.2019