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Rendsburg Aktionen gegen das Sterben im Mittelmeer
Lokales Rendsburg Aktionen gegen das Sterben im Mittelmeer
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15:02 10.09.2019
Von Beate König
Andreas Marx (von links), Tatjana Owodow, Walter Wiegand und Ulrike Struve laden zur ökumenischen Aktion "Seetember - ein Papierboot in Not" in Rendsburg ein. Quelle: Beate König
Rendsburg

„Haltung zeigen, nicht wegsehen“ - unter diesem Motto stehen die Aktionen mit dem Titel „Seetember“, die Walter Wiegand, Flüchtlingsbeauftragter des Kreises Rendsburg-Eckernförde und Tatjana Owodow von der ökumenischen Arbeitsstelle des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde entwickelt haben.

„Täglich sterben im Mittelmeer drei Flüchtlinge, das sind seit Jahresbeginn 519“, berichtet Walter Wiegand von Zahlen, die das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) veröffentlicht hat. „Die Dunkelziffer kann weitaus höher liegen.“

Aktionen gegen das Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer

In Schleswig-Holstein erklärten sich zehn Städte und Kommunen dazu bereit, als „sicherer Hafen“ Flüchtlinge zusätzlich zur vorgeschrieben Zahl aufzunehmen. Bundesweit sind 90 Kommunen mit dabei. „Wir haben im Kreis Rendsburg angeregt, sicherer Hafen zu werden“, berichtet Walter Wiegand. Eine positive Antwort liegt bislang nicht vor.

Mit Ulrike Struve von der Baptistengemeinde und Andreas Marx, Sprecher des Teams Flüchtlingsarbeit der katholischen Pfadfinder Rendsburg, entstanden seit September 2018 drei Projekte, in denen auf die dramatische Situation in Mittelmeer hingewiesen werden soll.

Ulrike Struve beschrieb die unhaltbare Situation, auf die die Aktion „Seetember“ aufmerksam machen will: Laut Gesetz müssten Menschen in Seenot gerettet werden, sagte sie. Wer aber dem Gesetz entspreche und Flüchtlinge rette, werde dafür bestraft.

Das sind die "Seetember"-Aktionen in Rendsburg:

Papierboot in Not“ heißt der „Seetember“-Start, bei dem am Sonnabend, 14. September 2019, um 11 Uhr symbolisch ein 1,20 Meter hohes und 2,50 Meter langes Holzboot, das wie aus Papier gefaltet aussieht, im Stadtsee von Rendsburg zu Wasser gelassen wird.

Am Sonntag, 15. September, 11 Uhr, ist nach dem Film „Juventa“ im Kinocenter, Wallstraße 25, eine Diskussion geplant. Am Donnerstag, 26. September, um 19.30 Uhr läuft der Dokumentarfilm „Eldorado“, der Hintergründe und Strukturen der Migrationskrise und den Zusammenhang zu globalen Kapital- und Warenströmen zeigt.

Talk im Foyer

Zum „Talk im Foyer“, kommen am Donnerstag, 19. September, 19.30 Uhr, der emeritierte Landesbischof Gerhard Ulrich, Stefan Schmidt, ehemaliger Kapitän der "Cap Anamur", Dietlind Jochims, Flüchtlingsbeauftragte der Nordkirche, und Diakon Jörg Kleinewiese, Koordinator für Flüchtlingsarbeit im Erzbistum Hamburg.

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