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Rendsburg Naturgruppe löst Platznot
Lokales Rendsburg Naturgruppe löst Platznot
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18:30 14.06.2018
Von Frank Scheer
Die Naturgruppenkinder werden von den Erziehern Patrizia Ina Tutschek und Jan Gülzow - hier mit einer Gruppe ihrer jetzigen Kindern - betreut. Quelle: Sven Tietgen
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Bordesholm

Die Idee zur Stintgrabengruppe, wie sie Kita-Leiterin Gabriele Kröger-Gröning genannt hat, hat die Gemeinde aus der Not geboren. Zum neuen Kinderjahr fehlen in den Kindertagesstätten insbesondere am Vormittag Plätze – ein Neu- oder Anbau ist aber nirgendwo geplant. „Mit den 16 Plätzen, die in der Naturgruppe zur Verfügung stehen, kommen wir gut hin“, betonte Manfred Osbahr, Büroleitender Beamter der Amtsverwaltung, der auch für Kindergartenangelegenheiten verantwortlich ist.

Naturgruppe keine Konkurrenz zu den Waldkindern

„Ich bin eine überzeugte Anhängerin der Naturpädagogik“, betonte die Leiterin Gabriele Kröger-Gröning im Gespräch mit unserer Zeitung. Bereits vor zwei Jahren habe sie die Gemeinde um eine solche Alternative zum regulären Kindergartenalltag gebeten. Dass ihre Idee nun aufgrund der Platznot realisiert werde, störe sie überhaupt nicht. „Und dass 13 der 16 Plätze schon von Eltern gebucht sind, deren Kinder hier in der Einrichtung betreut werden, ist ein Vertrauensvorschuss“, betonte sie. Sie stellte auch klar, dass sie die neue Gruppe nicht als Konkurrenz zur Waldgruppe der Kita Birkenweg sehe, die seit Jahren ganztägig im Wildhof-Wald ist.

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Am Mittag wird in die Kita zurückgekehrt

Die Betreuung soll von 7 bis 17 Uhr laufen. Kinder, die die volle Zeit dabei sind, werden erst vom Frühdienst in der Kita betreut, gehen dann zum Treffpunkt der Naturgruppe, verbringen dort den Vormittag und kommen mit der Gruppe zum Mittagsessen zurück in den Möhlenkamp. Dort klingt der Nachmittag in den Gruppen aus. Ob es beim Titel „Stintgrabengruppe“ bleibt, ist offen. „Ich brauchte erst einmal einen Namen. Wenn die Gruppe einen anderen wünscht, darf sie das natürlich“, so Kröger-Gröning.

Torsten Müller 14.06.2018