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Rendsburg Loop stimmt Vertrag mit Investor zu
Lokales Rendsburg Loop stimmt Vertrag mit Investor zu
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15:00 07.05.2019
Von Frank Scheer
Investor Jens Heeck erläutert in Loop seine Pläne für drei Windkraftanlagen an der A7. Quelle: Frank Scheer
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Loop

Durch die Zustimmung kann die Projektgesellschaft Heeck in den nächsten Wochen die Ausnahmegenehmigung für ihr Vorhaben beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) in Flintbek beantragen. Bis Juni oder Juli werde dies passieren, versicherte der Investor, der in 26 Jahren bislang über 80 solcher Anlagen ans Netz gebracht hat.

42.000 Megawattstunden Strom pro Jahr

Bis 2020 sollen sich die drei neuen Rotoren drehen und bis zu 42.000 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Pro Jahr würden so 30.000 Tonnen CO2 eingespart. Zwei Anlagen sind 200 Meter hoch, die dritte 217 Meter. Die seit 2005 existierenden drei Windräder auf dem Gebiet der benachbarten Gemeinde Krogaspe, die eine Firma aus Süddeutschland betreibt, sind 135 Meter hoch. Der gesetzlich geforderte Mindestabstand von 1000 Metern zu bebautem Gebiet wird eingehalten.

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Regionalplan noch nicht in Kraft

Eine Ausnahmegenehmigung ist deshalb erforderlich, weil der neue Regionalplan des Landes Schleswig-Holstein, in dem 361 sogenannte Vorranggebiete für Windanlagen vorgesehen sind, noch immer nicht in Kraft getreten ist. "Für Investoren gibt es die Möglichkeit, eine Ausnahme zu beantragen, wenn Gebiete sowohl im ersten als auch im zweiten Entwurf vorgesehen sind. Für das Looper Gebiet ist das der Fall", erklärte Amtsdirektor Heinrich Lembrecht.

Beweissicherungsverfahren geplant

20 Bürger verfolgten die Sitzung der Gemeindevertretung in Loop. Die Vorstellung des Projekts durch Jens Heeck verlief sachlich. Wichtig war vor allem vielen Anliegern des Appelhofwegs die Sicherheit ihrer Häuser. Kathrin und Clemens Keil wohnen zum Beispiel seit 30 Jahren in der Kate im Einmündungsbereich, über die dann die zum Teil über 70 Meter langen Sattelzüge in der Bauphase zum Areal fahren werden.

Die Gemeinde will die Häuser durch ein Beweissicherungsverfahren absichern. Das heißt, die Häuser werden vor und und nach dem Bau begutachtet. "Das wäre in Ordnung", so die Eheleute. Der Investor betonte, dass die Spediteure ohnehin sehr vorsichtig sein müssten. "Das Material, aus dem zum Beispiel die Flügel sind, ist sehr empfindlich."

2000 Euro erhält die Gemeinde pro Jahr mindestens

Der stellvertretende Bürgermeister Klaus Golz, der die Sitzung bei diesem Tagesordnungspunkt für den befangenen Gemeindechef Torsten Teegen leitete, informierte auch darüber, dass die Gemeinde pro Jahr mindestens 2000 Euro aus dem Windkraftprojekt erhalte. Auf Nachfrage betonte Heeck, dass dazu in einigen Jahren ja auch noch die Gewerbesteuer dazu komme. Auf eine Höhe wollte er sich nicht festlegen. Es werde sich aber um ein Vielfaches dieser 2000 Euro handeln, so Heeck.

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07.05.2019
Hans-Jürgen Jensen 07.05.2019
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