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Rendsburg Hohe Kita-Kosten machen erfinderisch
Lokales Rendsburg Hohe Kita-Kosten machen erfinderisch
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17:11 20.12.2018
Von Frank Scheer
Die Gemeinde Sören will das alte Feuerwehrfahrzeug verkaufen und das Gerätehaus vermieten. Quelle: Frank Scheer
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Sören

Der demographische Wandel ist in den Dörfern im Amt Bordesholm zu spüren. Ältere Menschen verkaufen ihre Häuser, junge Familien zieht es dank günstiger Preise in den ländlichen Bereich – bestes Beispiel ist das 200 Köpfe zählende Sören. Innerhalb der letzten drei Jahre ist das Dorf zu einem der kinderreichsten im Amt Bordesholm geworden. 40 Kinder unter 18 Jahren leben momentan dort.

„Wir begrüßen das. Kinder sorgen für Lebendigkeit “, sagt Bürgermeister Manfred Christiansen. Aber gerade kleine Kommunen leiden finanziell gesehen wegen der Schul- und Kitakosten besonders stark. „Wir brauchen einen Ausgleich dafür vom Land“, fordert der Gemeindechef, „sonst werden die Dörfer handlungsunfähig“.

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Kitas und Schulen verschlingen 74 Prozent

 Der Haushalt Sörens, der in dieser Woche verabschiedet wurde, macht das Dilemma deutlich. Von den 260 000 Euro Einnahmen stehen echte 99 800 Euro zur Verfügung. Davon müssen für Schulen und Kindergärten 73 700 Euro aufgebracht werden, was einem Anteil von 74 Prozent entspricht. Im Vergleich zu 2018 sind besonders die Kita-Kosten von 800 auf 30 000 Euro empor geschossen.  „Viele Familien mit kleinen Kinder sind zugezogen. Und es sind weitere Zuzüge absehbar“, so Christiansen.

Forderung: Änderung der Kitaförderung

Mit der Quote von 74 Prozent steht Sören nicht an der Spitze im Amt. Schmalstede mit 79 Prozent, Mühbrook mit 81 Prozent und Reesdorf gar mit 107 Prozent stehen noch wesentlich schlechter da. In Bordesholm liegt die Quote bei 53 Prozent. Amtsdirektor Heinrich Lembrecht pflichtete Christiansen bei der Forderung nach einen Veränderung der Finanzstrukturen bei. Ursprünglich sei es so gewesen, dass Land, Kommunen und Eltern die Kita-Kosten zu einem Drittel trugen. „Die meisten Kommunen bezahlen momentan 50 bis 60 Prozent, das Land zieht sich immer mehr zurück.“ Christiansen machte deutlich: „Es muss einen demographischen Ausgleich geben, der eine Kommune bei einem sprunghaften Anstieg der Kinderzahlen für eine gewisse Zeit unterstützt.“ 

Sparmaßnahmen und Verkäufe beschlossen

150 000 Euro hat Sören noch in der Rücklage, der Schuldenstand beträgt 108 000 Euro. Viel Luft ist nicht mehr. Die Gemeindevertretung hat daher beschlossen, dass Feuerwehreinsatzfahrzeug (Mercedes 608) zu verkaufen und das 100 Quadratmeter große Gerätehaus zu vermieten. Die Wehr war Ende 2017 wegen Personalmangel aufgelöst worden. Außerdem verzichten die Gemeindevertreter auf die Anschaffungen von Tablets (6000 Euro), mit denen eigentlich das Ratsinformationssystem Allris genutzt werden sollte. „Außerdem ist mit einer Erhöhung der Miete im Bürgerhaus bei Festen zu rechnen“, kündigte Christiansen weiter an. Der Verkauf von Feldwegen und des Parkplatzes vor der ehemaligen Försterei sind angedacht. „Wir wollen eine kinderfreundliche Gemeinde bleiben, deshalb sind diese Dinge notwendig“, so Christiansen

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