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Rendsburg 200-Meter-Windmühlen in Loop geplant
Lokales Rendsburg 200-Meter-Windmühlen in Loop geplant
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14:11 16.08.2019
Von Sven Tietgen
Jens Heeck machte in der Sitzung deutlich, dass der Mindestabstand für die Windmühlen jetzt von der geschlossenen Bebauung berechnet wird und nicht von der am nächsten positionierten Hauskante. Quelle: Sven Tietgen
Loop

Die von sieben auf vier Mitglieder geschrumpfte Gemeindevertretung – drei Vertreter inklusive Bürgermeister Torsten Teegen waren befangen – gab einmütig und ohne Diskussion das gemeindliche Einvernehmen für das Vorhaben. „Das Vorhaben entspricht allen gemachten Vorgaben“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Klaus Golz in der Sitzung am Donnerstag vor zwölf Zuhörern. Die Projektgesellschaft hatte ihre Pläne bereits im Mai dieses Jahres bekannt gemacht.

Gemeindevertretung Loop stimmt Windmühlen einhellig zu

„Wir können da nichts machen, die Windmühlen kommen so oder so“, sagte Gemeindevertreter Christoph Raasch. Zuvor hatte Golz eine Erklärung der Initiative „Wir in Loop“ vorgelesen, die an den Mehrheitsbeschluss der Bürger im Jahr 2009 gegen Windmühlen erinnerte und die Gemeindevertretung für potenzielle Gesundheitsschäden und Wertverluste der Immobilien verantwortlich macht.

Höhe der Anlagen macht Neugenehmigung nötig

Die Projektgesellschaft Heeck als Betreiber müsse eine Neugenehmigung beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) wegen der Größe der Anlagen stellen. Zwei Windmühlen erreichen eine Gesamthöhe von 200 Metern, eine dritte Mühle soll 217 Meter hoch aufragen. Die drei vorhanden Windkraftanlagen nebenan in Krogaspe sind 135 Meter hoch.

Für die Neugenehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz legte die Projektgesellschaft zahlreiche Gutachten vor. Ein Zuhörer aus Neumünster kritisierte, das gesundheitsschädliche Wirkungen von Infraschall, der unterhalb der Hörschwelle emittiert wird, nicht berücksichtigt werden. Jens Heeck und sein Sohn Arne Heeck machten dagegen deutlich, dass wegen der Größe der Anlagen deutlich verschärfte Werte bei den Schallemissionen eingehalten werden müssen.

Pläne können vier Wochen lang eingesehen werden

In den nächsten Wochen werden der Antrag der Projektgesellschaft inklusive der Gutachten in den Ämtern Bordesholm und Nortorf sowie der Stadt Neumünster ausgelegt. Die Pläne können vier Wochen lang eingesehen werden, Bürger können in dieser Zeit Stellungnahmen abgeben. Nach einer Genehmigung will der Betreiber im Februar 2020 an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur teilnehmen. Im Erfolgsfall könnte im Juli der erste Spatenstich folgen, die Bauzeit ist auf sechs Monate angesetzt.

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