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Rendsburg Blumenthal vertagt B-Plan-Entscheidung
Lokales Rendsburg Blumenthal vertagt B-Plan-Entscheidung
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16:00 29.10.2019
Von Sorka Eixmann
Volles Haus bei der Gemeindevertretung in Blumenthal — einstimmig votierten die Gemeindevertreter für die Vertagung der Entscheidung über den Aufstellungsbeschluss zum B-Plan. Quelle: :Sorka Eixmann
Blumenthal

Seit mehr als 40 Jahren besteht die Firma Rahbari zwischen der Landesstraße 298 und der A 215, weitere Gewerbetriebe wie die Firma Transportbeton Nord (TBN) oder auch die Zimmerei Jörg Sorgenfrei haben sich ebenfalls in der Dorfstraße von Blumenthal angesiedelt. Nun plant Rahbari an die Firma Krebs aus Neumünster zu verkaufen. Vorgesehen ist an dem Standort laut Krebs-Geschäftsführer Jürgen Schabow unter anderem, die über den betriebseigenen Containerdienst angenommenen Abfälle aus dem Baubereich und von Gewerbebetrieben zu lagern und in größere Transporteinheiten umzuladen.

Bürgerinitiative sieht die Pläne kritisch

Doch nicht alle Bürger der Gemeinde befürworten die Ansiedlung, eine Bürgerinitiative steht den Plänen kritisch gegenüber. Zu dicht am Dorf, die Fläche zu groß - zu den knapp 0,8 Hektar Grundstücksfläche von Rahbari kommen in der Planung knapp zwei Hektar einer landwirtschaftlichen Fläche hinzu, die von dem Landwirt auch verkauft werden - und die Furcht vor Emissionen ist ebenfalls vorhanden.

Bürgermeister Brunkhorst: Anstoß zur Ortsentwicklung geben

"Die Bauleitplanung ist heute Thema, wir werden beraten ohne Wortbeteiligung aus den Reihen der Bürger, aber jeder kann vorher in der Einwohnerfragestunde zu Wort kommen", erklärte Bürgermeister Johann Brunkhorst (AWB) zu Beginn. Es gab eine Einwohnerversammlung und eine Infoveranstaltung, unterschiedliche Flugblätter sind in Blumenthal verteilt worden. "Wir als Gemeindevertretung wollen den Anstoß zur positiven Ortsentwicklung geben. Momentan haben wir ein ungeplantes Gewerbegebiet", fasste der Bürgermeister Fakten zusammen. Und forderte: "Als Gemeindevertretung müssen wir alle Seiten berücksichtigen. Wir spalten die Gemeinde nicht, wir streben einen strukturierten Dialog an."

Im Klartext bedeutet das: Es muss einen Aufstellungsbeschluss für die dritte Änderung des Flächennutzungsplanes für die zu überplanende Fläche sowie einen Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen B-Plan Nummer 1 geben.

Landwirt aus Grevenkrug hat auch Interesse an dem Grundstück

Doch vor der Debatte stand die Einwohnerfragestunde auf dem Plan. Bei einer der ersten Fragen ging es um einen möglichen weiteren Investor. Während Brunkhorst keinen weiteren Interessenten kannte, wusste Sven Kostrzewa von der Bürgerinitiative mehr. Er verlas eine E-Mail von Hans-Ulrich Reese aus Grevenkrug, der sein Interesse bekundete. Das bestätigte der stellvertretende Bürgermeister von Grevenkrug auch auf Nachfrage: "Ich hätte Interesse an dem Grundstück", erklärte Landwirt Reese, der Weihnachtsbäume aufzieht und direkt vertreibt.

Tischler befürchtet Emissionen durch große Maschinen

Für Jörg Sorgenfrei stehen die Emissionen an erster Stelle. "Was mache ich denn, wenn es auf meinem Hofplatz, auf dem die Tischler an großen Maschinen arbeiten, schneit?", wollte er wissen, denn neben dem vorhandenen Steinbrecher der Firma TBN könnte ein weiterer Steinbrecher der Firma Krebs installiert werden. "Wir werden uns immer an die gesetzlichen Bestimmungen halten, dazu sind wir verpflichtet", betonte Krebs-Geschäftsführer Jürgen Schabow.

Für Eilert Niebergall war etwas anderes wichtig: "Wenn es ein Bürgerbegehren gibt, werden Sie es unterstützen?", wollte er von Brunkhorst wissen. "Das werden wir als Gemeinde dann entscheiden", erklärte der Bürgermeister und die Kommunalpolitiker nickten. Dann ging alles ganz schnell: Einstimmig votierte die Gemeindevertretung dafür, die Entscheidungen in Sachen Aufstellungsbeschluss zu vertagen.

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