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Rendsburg Per Bambusrad zur Bildung
Lokales Rendsburg Per Bambusrad zur Bildung
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10:53 24.05.2019
Von Beate König
Schulleiter Timo Off stellte in der Gemeinschaftsschule das Schulprojekt in Ghana vor. Quelle: Beate König
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Nortorf

„Die Schulbildung in Ghana ist schlecht“, berichtete der Unternehmer Maximilian Schay aus Kiel. 2012 begann er, die ersten „my Bamboo“-Fahrräder in Yonso herzustellen. Inzwischen hat sein Betrieb dort 35 Mitarbeiter, es gibt eine 500 Quadratmeter große Werkstatt und einen Lagerraum für die Fahrräder, die sein Unternehmen selbst entwickelt.

Mit Experten im Land die Bildungssituation verbessern

Die Nutzung des Rohstoffs Bambus war nicht das einzige Ziel des Unternehmers Maximilian Schay in Ghana. Mit Experten aus dem Land will er die Bildungssituation für die Kinder im Dorf nachhaltig verbessern. In ländlichen Regionen in Ghana haben laut dem National Report 40 Prozent der Menschen nie eine Schule besucht.

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Per Zufall lernte Maximilian Schay Schulleiter Timo Off in Kiel kennen. Seit dem Beschluss der Schulkonferenz im November 2018, sich für die Yonso Pproject School einzusetzen, arbeiten der Schulleiter und Lehrer Patrick Baade ehrenamtlich für den Aufbau der Partnerschaft. In Ghana ist Kwabena Danso ihr Ansprechpartner. Er baut die Privatschule auf. Dort sollen Kinder gegen eine Schulgebühr unterrichtet werden. Das Unternehmen von Maximilian Schay finanziert für schlecht gestellte Familien Schulstipendien für die Kinder.

Patrick Baade und Timo Off stellten in der Gemeinschaftsschule das Schulprojekt mit Fotos und Filmen in einem Vortrag vor: Das mehrgeschossig geplante Gebäude in Yonso ist im Rohbau. Klassenräume sind erkennbar, gerade wurden Treppen in den ersten Stock angelegt. „Im September soll dort die erste Klasse einziehen, das Gebäude wird nach und nach fertig gestellt“, berichtete Timo Off. Das schrittweise Bau-Verfahren sei in Ghana üblich, erklärte Schay. Dort werden Gebäude immer dann weiter gebaut, wenn Mittel da sind. Im Unterschied zu Deutschland müsse kein Bauantrag gestellt werden. „Es geht dort alles viel schneller.“

In Ghana muss kein Bauantrag gestellt werden

Es gibt für die Kinder in der Region bereits einen Schulbus. Mit dem gelb lackierten Bus werden die Arbeiter aus der ländlichen Region zur Fabrik gefahren.
Schay und Off warben für Spenden, die der Förderverein My boo Ghana School annimmt. Auf der Internetseite mybooghanaschool.de werden die Bibliothek, der erste Stock und Klassenzimmer als Projekte vorgestellt, für die Spenden möglich sind.

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