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Rendsburg Schule sucht Seniorpartner
Lokales Rendsburg Schule sucht Seniorpartner
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06:00 07.09.2019
Von Beate König
Angela Lembke (von links), Lea (12) und Leonie (13) zeigen, wie das Projekt "Senioren in Schulen" funktioniert: Senioren haben ein offenes Ohr für Probleme der Kinder und Jugendlichen. Quelle: Timo Off
Nortorf

Schulleiter Timo Off will das Projekt Seniorpartner in Schulen (SiS) für seine 780 Schüler an die Gemeinschaftsschule in Nortorf holen. Der Seniorenrat will beim Projekt mitmachen. Die Seniorpartner bieten Schülern einen geschützten Raum für Gespräche über schulische und familiäre Sorgen an. Sie unterstützen im Zweierteam Schüler beim Finden eigener Lösungen.

„Das Schulklima ändert sich, wenn Menschen aus der Großeltern-Generation in der Schule präsent sind“, sagt Timo Off. Weder Lehrer noch Eltern erfahren vom Inhalt der Gespräche, wenn das Kind es nicht will.

Die Seniorpartner geben Vertraulichkeitsgarantie

„Wir geben eine Vertraulichkeitsgarantie“, betont Angela Lembke vom SiS-Landesverband. Oft gehe es um Ausgrenzung, manchmal um Liebeskummer oder ernste familiäre Sorgen. Bei gravierenden Problemen schlagen die Seniorpartner vor, fachkompetente Stellen wie die Schulsozialarbeit oder das Jugendamt einzuweihen. „Aktiv werden sie allerdings nur mit dem Einverständnis des Schülers“, betont Angela Lembke.

Der SiS-Landesverband bereitet seit 2001 Senioren in Schleswig-Holstein mit Fortbildungen auf die ehrenamtliche Arbeit als Schulmediator vor. Aktuell arbeiten Seniorpartner an 26 Schulen. Pädagogische Vorkenntnisse sind zum Einstieg nicht nötig. „Man muss Kinder mögen und neugierig auf die Arbeit sein“, sagt Angela Lembke. Die Senioren sollen nicht mehr im Berufsleben stehen und vier Stunden an einem Tag pro Woche während der Schulzeit Zeit haben.

Die Ausbildung zum Schulmediator ist kostenlos

Die kostenlose Seniorpartner-Fortbildung umfasst 80 Stunden. Wen die Probleme der Kinder betroffen machen, kann sich in regelmäßigen Regionaltreffen oder bei den SiS-Trainern Rat holen. „Wir vermitteln in der Fortbildung auch Techniken, um in schwierigen Situationen bei allem Mitgefühl auch professionelle Distanz wahren zu können“, macht Angela Lembke klar.

„Seniorpartner sind eine Ergänzung im Schulbetrieb, keine Konkurrenz“, erklärt Angela Lembke. An der Schule werden die Schüler-Konfliktlotsen weiterhin gebraucht. Die nächste Fortbildung läuft in Kiel vom 21. bis 25. Oktober und vom 4. bis 8. November. Auch Senioren, die an Schulen in der Region Kiel aktiv werden wollen, sind willkommen.

Anmeldungen nehmen Angela Lembke unter Tel. 0461/40845391 und Schulleiter Timo Off unter Tel. 04392/402690 an.

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