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Rendsburg Selbst der Gospel-Kanon klappte sofort
Lokales Rendsburg Selbst der Gospel-Kanon klappte sofort
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16:21 22.09.2019
Von Beate König
Der neue Gospelchor "Come wanna sing" begeisterte die Gottesdienstbesucher. Quelle: Beate König
Nortorf

Gospelchorleiterin Renate Henke und Vikarin Fee-Victoria Meyer-Himstedt hatten den ersten Gospelgottesdienst mit dem neuen Gospelchor „Come wanna sing“ der St. Martin-Kirchengemeinde gemeinsam konzipiert. Das Besondere am Gospel-Gottesdienst: Auch liturgische Elemente erklangen in Gospelharmonien. Die Besucher brauchten weder Textblätter noch Gesangsbücher: Mitsingen und mitklatschen klappte durch Nachahmen des Chors.

Die Freude der Sänger war ansteckend

Begeisternd ansteckend war die Freude der Sänger in den rot-schwarzen Choroutfits - sie sangen lächelnd, tanzten auf den Altarstufen zu den Rhythmen. Ihre entspannte Grundstimmung selbst bei Solo-Parts und vierstimmigen Sätzen übertrug sich aufs Publikum, das sich für die Songs mit Applaus bedankte. Der Gospelchor aus Pahlen, der bislang einmal im Jahr in der Kirche bejubelte Auftritte feiert, hat wohl Konkurrenz aus Nortorf bekommen.

Die Sänger umhüllten die Gottesdienstbesucher in Nortorf mit Klang

Mit dem Gospel „Kumbaya, my Lord“ auf den Lippen erzeugte der Chor einen intensiven Moment zum Schluss: Singend zog „Come wanna sing“ aus der Kirche aus und bildete singend eine Gasse. Ihre Stimmen umhüllten alle Besucher, die die Kirche verließen, bis auf den Kirchenvorplatz. „Durch Singen schaffen wir Gemeinschaft“, sagte Vikarin Meyer-Himstedt. „Gemeinsame Lieder schweißen zusammen.“

Mitmachen war angesagt

Gottesdienstbesucher Bernd Tönnes (61) sprach das Konzept an: Vor Beginn des Konzerts hatte Renate Henke mit dem Chor und den Gottesdienstbesuchern die Mitsinglieder geübt. Das Ergebnis: Das Einstimmen fiel leicht, selbst ein Kanon klappte auf Anhieb. „Man war ständig gefordert mitzumachen,“ sagte der Nortorfer.

Harmonien schwebten durch die Kirche: Mit sanften Sphären-Synthesizer-Klängen untermalte Renate Henke die Lesung von Diakon Silke Kröger. Nur bei der Predigt von Vikarin Fee-Victoria Meyer-Himstedt über die Begegnung von Zachäus mit Jesus, die sie in Gegenwartssprache und lebendig wie ein Hörspiel erzählte, klang keine Musikuntermalung.

Der Gospelchor soll weiter wachsen

Chorsänger Klaus-Dieter Hansen erklärte, was für ihn der im März gegründete Chor ausmacht: „Meine Familie ist erst vor einem Jahr nach Nortorf gezogen. Vom Chor fühle ich mich angenommen. Ich fühle mich getragen.“ Weitere Sänger seien dem schon jetzt mit 85 Mitgliedern großen Chor willkommen, der aktuell rund 20 Stücke auswendig im Repertoire hat. „Wir wollen weiter wachsen,“ berichtete Klaus-Dieter Hansen.

Hannelore Jongebloed-Katz aus dem Kirchengemeinderat sah das Format des Gospelgottesdienstes als gelungene Bereicherung des Angebots der St.Martin-Gemeinde. „Auch, wenn nicht alles geklappt hat – es war ja das erste Mal.“

Der nächste Gospelgottesdienst mit „Come wanna sing“ am dritten Advent, Sonntag, 15. Dezember mit den Vikaren Fee-Victoria Meyer-Himstedt und Lars Wüstefeldt.

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