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Rendsburg Entwicklung in Molfsee: SPD macht Druck
Lokales Rendsburg Entwicklung in Molfsee: SPD macht Druck
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16:11 08.11.2019
Von Sorka Eixmann
Die Fläche gegenüber von dem Verwaltungsgebäude in Molfsee soll bebaut werden - eine frühe Beteiligung der Anwohner ist gewünscht. Quelle: Sorka Eixmann
Molfsee

Wer aufmerksam durch die Hamburger Landstraße fährt, wird es bemerkt haben: Auf dem Grundstück von Hausnummer 58 wird intensiv geräumt, hinter vorgehaltener Hand wird auch von Interesse an baulicher Entwicklung durch die Eigentümer gesprochen.

Fest steht: Das Areal - dazu gehört das Nachbargrundstück Mielkendorfer Weg 1, das im Besitz der Gemeinde ist -, findet sich im Ortsentwicklungskonzept als "Innenentwicklungsfläche 20 mit Entwicklungspotenzial zur wohnbaulichen Entwicklung".

SPD Molfsee fordert 10.000 Euro für Planungen

Genau an diesem Punkt setzte Thiemo Lüeße von der SPD-Fraktion am Donnerstagabend mit seinem Antrag an: Nachdem die SPD vor Kurzem die Anwohner des Geländes zu einem Bürgerdialog eingeladen hatte, stand der Antrag zur "Ortsentwicklung - Detailkonzept zur Entwicklung Mielkendorfer Weg/Hamburger Landstraße" zur Debatte, inbegriffen waren 10.000 Euro für Planungen.

Für Lüeße steht fest: "Wir sollten nicht nur das eine Grundstück betrachten, sondern wir müssen anfangen, größer zu denken. Ist die Kreuzung oder auch das Verwaltungsgebäude in 30 Jahren noch optional? Auch die Fläche hinter der Tankstelle sollte in die Planungen einbezogen werden", argumentierte der SPD-Sprecher.

Seit Februar sei über eine frühzeitige Bürgerbeteiligung gesprochen worden, das sei bisher aber nicht geschehen, kritisierte Lüeße. Unterstützung bekam er von Martin Lätzel (Grüne): "Ich würde es noch größer bearbeiten wollen."

Kritik an SPD Molfsee: "Gut gemeint, aber"

Doch das sahen die Fraktionen anders. "Der Antrag ist gut gemeint, aber damit tun wir uns schwer", argumentierte Manfred Kieckbusch (UWM). Es sei eine überdimensionale Planung in Umlauf gewesen. "Das hat uns schon gewundert", erklärte Kieckbusch. "Es steht doch noch gar nicht fest, ob der Investor weitere Grundstücke bekommt."

Auch Werner Kloss (FDP) konnte sich nicht begeistert. "Es ist charmant, den Antrag zu lesen. Immer verknüpft mit dem Vorwurf, der Rest aus der Gemeindevertretung würde nichts machen. Denn alle hatten diese Treffen mit dem Investor, immer wurde gesagt, es habe keine Eile. Jetzt werfen sie uns fast vor, wir kämen nicht aus den Puschen", sagte er verärgert.

Michael A. Dirks sagte: "Auch die CDU hat sich die Pläne vorstellen lassen und sie für zu groß befunden. Eine Bebauung mit Augenmaß ist unser Ziel, und der nächste Schritt ist die Einladung aller Fraktionen zum Gedankenaustausch. Dann kann ein Planer hinzugezogen werden, der die Vorgaben umsetzt - aber auch der Ball ist noch bei den Investoren", sagte Dirks. Geld wolle er jetzt auf keinen Fall bereitstellen, fügte er hinzu.

Mit der Mehrheit von CDU, FDP und UWM wurde der SPD-Antrag abgelehnt.

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