Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Rabatten-Streit in Wohnstraße
Lokales Rendsburg Rabatten-Streit in Wohnstraße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 09.05.2019
Von Frank Scheer
Der Technische Betriebshof der Gemeinde Bordesholm hat diese Fläche an der Einmündung zur Eidersteder Straße bereits 2013 mit Kieselsteinen neu gestaltet. Es gab Lob und Kritik. Quelle: fs: Frank Scheer
Bordesholm

Bereits vor fünf Jahren hat der TBH der öffentlichen Grünfläche am Dreiecksplatz (Ecke Heintze-/Eidersteder Straße) ein Steinoutfit mit Sträuchern und ein paar zerbrochenen Keramikübertöpfen als Deko gegeben. „Darüber ärgere ich mich schon seit Jahren. Unter einer Begrünung in Richtung mehr Artenvielfalt verstehe ich was anderes. So wie es gemacht wurde, ist es eine Katastrophe“, schimpfte Carola Ketelhodt (Grüne), Vorsitzende des Umweltausschusses. In der nächsten Sitzung werde das Thema diskutiert. Aus ihrer Sicht sollte die Politik grundsätzliche Vorgaben für das Vorgehen des TBH machen.

TBH fehlt das Personal für den Pflegeaufwand

Das sieht Bürgermeister Ronald Büssow (SPD) nicht so. Diese neue Linie sei zeitgemäß und es würden doch ortstypische Stauden neu eingesetzt. Auch ein Kiesbett sei ökologisch. Außerdem: „Der neue Leiter des TBH ist Gärtnermeister. Wir sollten uns da auch seinen Sachverstand verlassen.“ Er könne den Aufschrei von Anliegern nachvollziehen, aber als Gemeinde müsse man „manche Dinge übergeordnet sehen“. Bei diesem Thema sollte man „den Ball flach halten“. Als Kommune müsse man auch zwischen Ökologie und Ökonomie abwägen. „Und wir haben nicht so viel personelle Kapazitäten für den Pflegeaufwand.“

FDP Bordesholm will keine Kiesbeete

Eine biologische Vielfalt in einer Gemeinde sei nicht nur von solchen Rabatten abhängig, führte Büssow aus. Man sei dabei, für den Ort ein Gesamtkonzept zu entwickeln. Anlieger Niklas Heesch, der auch gleichzeitig Sprecher der FDP in Bordesholm ist, betonte: „Ich kann vieles in Richtung Ökonomie nachvollziehen. Aber das geht gar nicht.“ Die FDP werde bei dem am Montag vorgesehenen interfraktionellen Treff aller Parteien mit dem Bürgermeister den Antrag stellen, auf Kiesbeete grundsätzlich zu verzichten.“

Anlieger können Patenschaften übernehmen

Bauamtsleiter Sven Ingwersen betonte, dass man "von vielen Bürgern und Vertretern anderer Kommunen für das Kiesbeet am Dreiecksplatz viel Lob bekommen habe". Bereits am Freitag trifft sich Ronald Büssow mit dem TBH. Die öffentlichen Grünflächen werden Thema sein. Der Gemeindechef wies aber auch darauf hin, dass Anlieger die Patenschaften für solche Rabatten übernehmen könnten.

Pampasgras und bienenfreundliche Stauden geplant

„Der TBH wird in so einem Fall die Fläche herrichten, für die Pflege sind dann die Bürger verantwortlich.“ Zwei Anfragen aus der Nicoline-Henseler-Straße liegen auch schon vor, berichtete Ingwersen. Anlieger Reinhard Pollok, der Biologe ist, betonte, dass Artenschutz und biologische Vielfalt derzeit mehr denn je der Beachtung bedürfen. Das bisherige Tun müsse überdacht werden. Nach TBH-Angaben seien in den Kieselbeeten in der Nicoline-Henseler-Straße geplant, Pampasgras und bienenfreundliche Stauden zu setzen. Das Ganze in ein Kiesbett auf Vlies zu setzen habe nichts mit Artenvielfalt und einer diesbezüglichen Verantwortung zutun, findet Pollok.

Immer informiert: Lesen Sie alle Nachrichten aus der Region Rendsburg.

Schwere Vorwürfe nach dem Zugunglück an einem Bahnübergang in Alt Duvenstedt bei Rendsburg: Der Bürgermeister der Gemeinde, Peter Orda (SPD), sagt, aus seiner Sicht hätte der Schwertransporter den Bahnübergang gar nicht benutzen dürfen.

Hans-Jürgen Jensen 09.05.2019

Das Gewerbegebiet am Konrad-Zuse-Ring in Flintbek erfreut sich großer Beliebtheit, gerade hat Firma Löwe mit den Bauarbeiten begonnen. Daher will die Gemeinde ein weiteres Gewerbegebiet ausweisen: Die Planungen für das Gebiet in direkter Nachbarschaft laufen an.

09.05.2019

Die Arbeiten auf dem letzten Sanierungsabschnitt der Landesstraße 49 in Borgdorf-Seedorf haben begonnen. In wenigen Tagen will der Landesbetrieb Straßenbau die Baustelle aufheben. Das Ende der Arbeiten kündigt die Behörde zum 24. Mai an. Bis dahin gilt weiter die Sperrung für den Durchgangsverkehr.

Hans-Jürgen Jensen 09.05.2019