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Rendsburg Wie eine graue Maus die Welt rettet
Lokales Rendsburg Wie eine graue Maus die Welt rettet
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07:03 22.01.2020
Von Sven Janssen
Die Theater AG der Grundschule an den Eichen probt auf Hochtouren am neuen Stück. Quelle: Sven Janssen
Kronshagen

„Sprecht nach vorne und immer langsam und deutlich“, sagt Theaterleiterin Barbara Hagen-Bernhardt den Kindern auf der Bühne. Im Scheinwerferlicht des Bürgerhauses proben sie an ihrem neuen Stück, das in der kommenden Woche Premiere hat. Hier und da gibt es noch kleine Texthänger, über die Hagen-Bernhardt gekonnt hinweghilft.

Am Anfang gab es Sprechübungen

„Ich bin schon ganz schön aufgeregt“, verrät Mariella. Wie alle anderen ist die Neunjährige nach den Sommerferien in das Theaterprojekt gestartet. „Am Anfang haben wir Sprechübungen gemacht, ein Stück hatten wir gar nicht“, sagt sie. Gemeinsam haben die Theaterkinder dann beschlossen, was für Rollen es geben soll.

Viele Wünsche führten zu einer neuen Geschichte

Es sollte eine Räubergeschichte sein, aber auch eine Tiergeschichte und eine Fantasiegeschichte und so ähnlich wie die Produktion „Igel Samtbauch“ aus dem Jahr 2018, erinnern sie sich. Außerdem sollte es um Freundschaft gehen, um Angst und um Mut. Es sollte eine Eule mitspielen und ein Tiger, aber auch ein Erfinder und ein Alien sollten dabei sein. Bei so vielen Wünschen war klar: Diese Geschichte gibt es noch nicht. So griff Hagen-Bernhardt in den Herbstferien selbst zum Stift und ersann „Mattea Maus und die räuberischen Schwestern“.

Eine graue Welt will Mattea nicht haben

Weil die Schwestern selbst grau sind, sind sie überzeugt, dass auch die Welt grau sein muss. Farbe ist verpönt und deshalb stehlen sie sie, wo sie nur können. Sogar der Regenbogen muss dran glauben. Und irgendwie scheint keiner wirklich etwas dagegen zu unternehmen. Nur Mattea Maus ist das nicht geheuer. Sie ist zwar selbst eine graue Maus und gehört mit zur Bande der Schwestern. Aber dass die Welt ihre Farben verliert, damit ist sie nicht einverstanden. Sie versucht, den Schwestern das Handwerk zu legen. Dabei spielen auch Eule Eulalia, Tiger Tom, Professor Adlatus und Erfinder Julius eine Rolle.

Im Gehen lässt sich besser lernen

Einzig das Alien taucht in der Geschichte nicht auf, gemeinsam haben die Kinder beschlossen, dass statt dem Außerirdischen, lieber ein ganz normaler Junge mitspielen soll. „Damit der Text richtig sitzt, habe ich zu Hause viel geübt“, sagt Niklas, der den Professor spielt und ganz in seiner Rolle steckt. „Studien haben ergeben, dass man im Gehen viel besser Text lernen kann und das klappt wirklich“, verrät er. Auch an den zwei Liedern für das Kinderstück ab vier Jahren wird noch kräftig geprobt.

Grundschüler sammeln für Grundschule in Uganda

Vier Vorführungen gibt es für die Schulen und Kindergärten. Die fünfte Vorstellung am Dienstag, 28. Januar, um 17 Uhr im Bürgerhaus ist öffentlich. Statt Eintritt werden Spenden gesammelt. „Die sind für die Grundschule in Busheni in Uganda“, sagt die Theaterleiterin. Eltern und Lehrer hätten dort gerade Schulbänke für die Kinder gebaut. Für den Leseraum fehlen noch spannende Bücher und auch Farbe, um dem Gebäude einen neuen Anstrich zu verpassen, soll gekauft werden.

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