Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Fusion ist nicht die einzige Lösung
Lokales Rendsburg Fusion ist nicht die einzige Lösung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
16:51 03.11.2016
Von Sven Janssen
Gut 70 Kronshagener, darunter viele Eltern, aber auch Lehrer und Gemeindepolitiker folgten der Einladung der SPD, um über die Situation der Grundschulen zu sprechen. Quelle: Sven Janssen
Anzeige
Kronshagen

Ziel sei es, die Probleme der Schulen kennenzulernen und der Diskussion einen breiten Rahmen zu geben, sagte SPD-Vorsitzender Johannes Reimann. „Bislang ist zu viel hinter verschlossenen Türen gesprochen worden.“

„Es gibt keine Chancengleichheit für Kinder auf den beiden Grundschulen“, resümierten einige Eltern der Brüder-Grimm-Schule. Schon in den zweiten Klassen sei der Anteil von Schülern mit schlechten Deutschkenntnissen und bildungsfernem Hintergrund groß, bei den beiden ersten Klassen mache die Gruppe mehr als 60 Prozent aus. Bemängelt wurde auch die unterschiedliche Ausstattung beider Einrichtungen.

Anzeige

„Eine Fusion ist keine Lösung, wir haben dann immer noch zwei unterschiedliche Gebäude“, machten vor allem Eltern der EDS deutlich. Zudem sei eine Grundschule mit 500 Schülern deutlich zu groß und könne den Kindern nicht gerecht werden. Unverständnis gab es auch über die Geschwindigkeit, mit der jetzt Entscheidungen herbeigeführt werden sollen. „Die Probleme sind nicht neu und in den vergangenen Jahren auch immer wieder besprochen worden, ohne dass etwas passiert ist“, wurde dem entgegengehalten.

Ein Aspekt, der gegen eine Fusion spräche, sei die Sorge, dass dann der EDS-Leiter gehen müsse. „Niemand wäre gegen eine Fusion, wenn der Schulleiter bleibt“, stellte eine Mutter der EDS in den Raum, das sei zu erreichen, wenn man die Brüder-Grimm-Schule schließe. „Das ist kein Thema für heute Abend“, sagte Moderator Simon Bull.

„Das Thema ist Chancengleichheit, nicht Fusion“, machten BGS-Eltern deutlich. Wichtig sei eine gerechte Verteilung der Schüler auf beide Schulen. Die sei auch auf anderen Wegen zu erreichen, sagte SPD-Landtagsabgeordneter Martin Habersaat, der Mitglied des Bildungsausschusses ist. Es gäbe trotz freier Schulwahl die Möglichkeit, beispielsweise Kinder mit Deutsch als Zweitsprache (Daz) und Kinder aus problematischen Wohngebieten, vor der Belegung der restlichen Plätze gleichmäßig auf die Schulen zu verteilen.

Während einige mahnten, dass mit einem Schnellschuss die Bildung in Kronshagen baden ginge, wiesen andere darauf hin, dass man zügig handeln müsse, damit einem das Thema in ein paar Jahren nicht komplett auf die Füße falle. „Eine Fusion ist nicht die einzige Lösung“, sagte Reimann, verwies aber darauf, dass der Schulträger das Heft in der Hand habe.

Rendsburg Bürgerbus Bordesholm Acht Fahrer sitzen am Steuer

Der Bürgerbus kann rollen. Nach dem Aufruf des Amts Bordesholm und der Bürgerbörse meldeten sich bei Organisator Klaus-Ingo Marquardt acht Fahrer, die sich ab sofort hinter das Steuer des amtseigenen Acht-Sitzers setzen wollen, um Menschen ab 60 Jahre zu fahren.

Sven Tietgen 03.11.2016

Die Verärgerung ist den beiden Männern anzusehen: Flintbeks Bürgermeister Olaf Plambeck und Fördervereinsvorsitzender Wulf Briege sind sauer. Am vergangenen Wochenende wurde im Freibad eingebrochen. „Geklaut wurde wenig, aber es wurde sehr viel zerstört. Und das ist ärgerlich“, fasst Briege das Vorkommen zusammen.

Sorka Eixmann 03.11.2016

Vertagt: Der Kulturausschuss in Rendsburg hat am Mittwochabend die Diskussion über die Modernisierung der Museen im Hohen Arsenal auf seine nächste Sitzung verschoben. Bis dahin wollen die Fraktionen beraten. Nur die Gruppe Modernes Rendsburg bekannte sich schon am Mittwoch zu dem Vorhaben.

Hans-Jürgen Jensen 03.11.2016