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Rendsburg Schulleiter gehen bei Fusion
Lokales Rendsburg Schulleiter gehen bei Fusion
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21:00 14.12.2016
Von Torsten Müller
Große Mehrheit in der Kronshagener Gemeindevertretung am Dienstag: Vor einer möglichen Zusammenlegung sollen die beiden Schulkonferenzen eine Stellungnahme abgeben. Quelle: Torsten Müller
Kronshagen

Dem war eine dreistündiger Debatte vorangegangen, bei der am Dienstag bei 15 Ja- und sieben Nein-Stimmen dem Antrag von CDU und FsK (Für soziales Kronshagen), der von den Grünen unterstützt wurde, stattgegeben wurde. Die Schulkonferenzen sollen schriftlich zur Bildung einer gemeinsamen Schule Stellung nehmen.

 Die Stellungnahmen, die auch aus formalen Gründen vor einem möglichen Fusionsantrag erforderlich sind, sollen bis zur Sitzung des Schulausschusses am 24. Januar vorliegen. Über eine Zusammenlegung will die Gemeindevertretung nach dem jetzigen Fahrplan in einer Sondersitzung am 31. Januar entscheiden. Der Haupt- und Finanzausschuss soll laut Antrag von CDU und FsK über den Nachtragshaushalt eventuell erforderliche Finanzmittel für die Neugründung einer Grundschule Kronshagen bereitstellen.

 Über die Frage, wie ein „chancengleiches Lernen aller Grundschulkinder in Kronshagen“ erreicht werden kann, diskutiert die Gemeinde seit Wochen und hat sich dabei tief gespalten. Der Schulausschuss hatte sich mit knapper Mehrheit für eine Fusion beider Schulen ausgesprochen. Anlass ist die ungleiche soziale Mischung an beiden Standorten. Aus Sicht von SPD und UKW könnte am Ende der Diskussion möglicherweise eine Fusion stehen. In einem Antrag, der mit 14 Nein-Stimmen abgelehnt wurde, wollten sie die Verwaltung zunächst auffordern, „kurzfristig eine belastbare und anhand von Zahlen hinterlegte Analyse der an den Grundschulen derzeit bestehenden Problemlagen vorzunehmen“. Robert Schall (SPD) sagte: „Wenn gut begründet, würde ich auch für eine Fusion stimmen.“ Er wünschte sich eine ergebnisoffene Diskussion ohne Vorfestlegungen.

 Widerstand gegen eine Zusammenlegung kommt von Eltern der Eichendorff-Schule. Sie sehen sich am Prozess zu wenig beteiligt und befürchten, dass die Schule nicht nur ihren vielfach ausgezeichneten Standard, sondern auch Stefan Ziervogel, seit 2013 Rektor, verlieren könnten. Eltern beklagten in der Sitzung, dass offenbar Letzteres bereits eingetreten sei. Vater Markus Bolten hielt dem Bildungsministerium vor, dass es auf die beiden Schulleiter zugegangen und den Platz für die Fusion freigemacht habe.

 Auf Nachfrage am Mittwoch wollte Ministeriumssprecher Thomas Schunck den Vorgang mit Hinweis auf den Datenschutz nicht kommentieren: „Über eventuelle Versetzungsanträge von Lehrkräften kann ich nicht sprechen.“ Im Übrigen sei das Ministerium an dem Gesamtvorgang erst dann beteiligt, wenn es einen Fusionsbeschluss der Gemeinde gäbe. Auch Stefan Ziervogel wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern. Jutta Wichelmann, seit 2009 Rektorin der Brüder-Grimm-Schule, sagte dieser Zeitung jedoch klipp und klar: „Wir haben beide unsere Unterschriften unter ein Schreiben gesetzt, dass wir im Falle einer Fusion um unsere Versetzung an eine andere Schule bitten.“ Das habe sie am Mittwoch auch der Gemeinde mitgeteilt. Aufgrund von beamtenrechtlichen Regelungen wäre sie als Leiterin der neu zu gründenden Schule eingesetzt worden. Sie sei jedoch überzeugt, so Wichelmann, dass die neue Schule einen neuen Schulleiter brauche, der in den bisherigen mit Emotionen beladenen Prozess nicht eingebunden sei.

 Von Seiten der Brüder-Grimm-Schule wurde die Notwenigkeit zu politischem Handeln untermauert: In den zweiten Klassen gebe es 70 Schüler, in den ersten seien es jetzt noch 50. Für die künftige erste Klasse lägen nur 33 Anmeldungen vor. „Damit ist die Schule handlungsunfähig“, sagte eine Besucherin der Sitzung. Jana Neiser (UKW) empfahl als schnelle Lösung eine Verlagerung des DaZ-Zentrums an die Eichendorff-Schule, sodass sich die Migrantenkinder besser verteilen ließen. Stefanie Heiden sah darin keine Lösung, da sich laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung „Gleich zu Gleich geselle“. Sie warnte vor einem Ausbluten der Brüder-Grimm-Schule.

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