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Rendsburg Haft nach Messerattacke auf Ehefrau
Lokales Rendsburg Haft nach Messerattacke auf Ehefrau
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18:31 14.11.2018
Von Thomas Geyer
Ein Mehrfamilienhaus im Kampenweg in Rendsburg: Hier ging ein Mann im April mit einem Messer auf seine Ehefrau los. Nun wurde er verurteilt. Quelle: Hans-Jürgen Jensen (Archiv)
Rendsburg/Kiel

Der Vorwurf der Anklage lautete auf versuchten heimtückischen Mord. Doch nach fünftägiger Beweisaufnahme stellte die 35. Strafkammer des Kieler Landgerichts fest, der angeklagte Familienvater sei nach der Messerattacke auf seine Ehefrau im gemeinsam bewohnten Mehrfamilienhaus in Rendsburg vom Tötungsvorsatz zurückgetreten. Das Urteil: zwei Jahre und sechs Monate Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung.

Der Sachverhalt schien dramatisch und war laut Urteil ausgesprochen schwierig aufzuklären. Demnach rastete der eifersüchtige Ehemann (27) in der Nacht zum 13. April 2018 aus, als er auf dem Handy seiner Ehefrau, das er der Schlafenden zur Kontrolle ihrer Kontakte unter dem Kissen weggezogen hatte, zum wiederholten Mal auf erotische Chats mit einem anderen Mann gestoßen war.

Ehefrau liebte einen anderen Mann

Die gegen zwei Uhr morgens zur Rede gestellte Frau wollte sich nicht äußern und reagierte „sauer“, so das Urteil. „Das sind gar nicht deine Kinder“, behauptete sie, als der aufgebrachte Ehemann ankündigte, die ein und zwei Jahre alten Söhne im Fall einer Trennung mitzunehmen. „Das hat ihn sehr verletzt“, stellte der Vorsitzende fest. Gleichzeitig habe die Frau dem Angeklagten mitgeteilt, sie liebe einen anderen.

Laut Urteil sah es in diesem Moment zwar so aus, als habe der hochgradig erregte Angeklagte „den Gedanken an eine Tötung gefasst“. Doch seine Hemmungen vor der Umsetzung in die Tat seien letztlich zu groß gewesen. Dafür spreche, dass zwei oberflächliche Schnitte, die er der Frau im Schlafzimmer mit einem scharfen spitzen Obstmesser am Hals versetzte, nur stellenweise die Oberhaut verletzten.

Auch das Würgen der „sehr geliebten“ Ehefrau sei nicht als Tötungsversuch zu werten, urteilte die Kammer. Die Dauer des Würgens sei unklar gewesen, die Intensität wahrscheinlich gering. Die Frau habe sich mit Schlägen und Tritten gewehrt.

Angeklagter kümmerte sich um Söhne

Als die mit im Raum schlafenden Kleinkinder wegen des Lärms aufwachten, habe der Angeklagte von ihr abgelassen und sich um die weinenden Söhne gekümmert. Als die Verletzte dann zur Wohnungstür flüchtete, habe der Mann sie verfolgt und eingeholt.

Ein anschließend „mit größerer Gewalt“ geführter fünf Zentimeter tiefer Messerstich in den Oberbauch sei als versuchter Totschlag zu werten. Mit dieser Verletzung habe der Täter den Tod des Opfers zumindest billigend in Kauf genommen, so das Urteil. Er sei dann aber strafbefreiend vom Versuch zurückgetreten.

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