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Rendsburg Neue Schule im Gewerbegebiet?
Lokales Rendsburg Neue Schule im Gewerbegebiet?
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09:00 14.06.2019
Von Sorka Eixmann
Die Schule am Eiderwald braucht mehr Platz. Ein Neubau an anderer Stelle könnte das Raumproblem lösen, würde mit bis zu 36 Millionen Euro Kosten die Gemeinde aber auch erheblich belasten. Quelle: Sven Janssen
Flintbek

Es war denkbar knapp: Mit vier Ja-Stimmen (FDP, Grüne, SPD) bei drei Nein-Stimmen (CDU, UWF) votierte der Hauptausschuss der Gemeinde Flintbek für den Antrag, im Bereich des Gewerbegebietes eine neue Schule zu bauen, eine Refinanzierung über den Verkauf des alten Gebäudes zu bekommen sowie die Städtebauförderung nach Verlegung des Busbahnhofes zu unterbrechen. Vor der Abstimmung wurde lange diskutiert, auch eine Sitzungsunterbrechnung stand auf dem Programm der Kommunalpolitiker.

Nur 18 Schüler kommen aus der Gemeinde Flintbek

Der Entscheidung waren lange Diskussionen vorausgegangen. Und zwei Anträge der CDU, die Christian Kummetz begründen konnte: „Wir haben Anträge gestellt, damit wir vorankommen“, erklärte der Fraktionschef. „Laut Aussage von Rektor Lutz Friemann ist der Mangel an Raum eines der größten Probleme an der Schule. Daher wollen wir Platz schaffen und beantragen, ab dem Schuljahr 2020/21 die Sekundarstufe 1 nur noch zweizügig zu betreiben.“ Aufgrund der derzeitigen Schülerzahlen beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe 1 bestünde kaum Bedarf, denn: „Im Schuljahr 2019/2020 kommen nur 18 Schüler aus der Grundschule Flintbek, alle anderen kommen aus umliegenden Gemeinden wie Meimersdorf, Kronsburg oder Wellsee“, argumentierte die CDU. Doch mit dem Antrag konnte sich Kummetz nicht durchsetzen.

Anders sah es beim zweiten CDU-Antrag aus. Dabei ging es um die Verlagerung der Betreuten Grundschule sowie der Kindergartengruppe in das Haus der Jugend. „Auch damit können wir Platz an der Schule schaffen“, so Kummetz. Damit konnten sich die Ausschussmitglieder anfreunden, allerdings unter einer Voraussetzung: Im Fachausschuss muss ein Konzept für den Umbau des Hauses der Jugend erstellt werden, denn für die Unterbringung der Kigagruppe beispielsweise müssen bauliche Voraussetzungen wie ein zweiter Ausgang geschaffen werden.

Verschuldung der Gemeinde ist bereits sehr hoch

Deutlich machte die CDU, dass sie ein Problem mit den Kosten bei einem Neubau hat und daher eine Modernisierung bevorzugt. Unterstützung kam von der UWF. Helmut Groß: „Der Standortfaktor der Schule ist hervorragend, nun soll es einen Standort im Gewerbegebiet neben einer Bahnlinie und einem Steinbrecher geben. Dann die Kosten, wir sprechen von einer Tilgung in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen pro Jahr bei einem Neubau in Höhe von 36 Millionen, das ist nicht darstellbar“, war er sicher, da die Verschuldung der Gemeinde bereits bei 12 Millionen liegt.

Anders sahen das Grüne, FDP und SPD. „Die Schule ist in weiten Teilen marode, der Standort am Wald begrenzt, aber im Gewerbegebiet ist die Schule nah am Sportplatz und auf der Prioritätenliste für uns ganz vorn“, sagte Achim Lorenzen (Grüne), Anja Bläse (SPD) schloss sich seinen Ausführungen an. Eine Refinanzierung aus dem Verkauf der alten Schule als Bauland war für Wulf Briege (SPD) eine Option, allerdings offenbar nicht durchdacht. Bürgermeister Olaf Plambeck und Kämmerer Sönke Pries machten deutlich: „Der Abriss der Gebäude schlägt bereits mit einer Million Euro zu Buche, da bleibt nichts über.“ Fest steht auch: „Wir werden der Kommunalaufsicht Entscheidungen im Bereich Haushaltskonsolidierung und Einnahmen vorlegen müssen, die entscheiden dann über das Geld.“ 

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