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Rendsburg Helferinnen haben viel zu tun
Lokales Rendsburg Helferinnen haben viel zu tun
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17:31 10.01.2019
Elke Hinz (rechts) gehört dem Helferinnenkreis an, sie unterstützt Elke Ehlers bei Einkäufen und Spaziergängen. Quelle: Sorka Eixmann
Westerrönfeld

Die Idee hatte Tanja Jakobus: „Seit 2011 bin ich selbst pflegende Angehörige, meine Eltern sind bei uns ins Haus eingezogen“, erklärt sie. Durch die persönliche Betroffenheit hat sie angefangen, sich zu informieren - und dabei ist sie auf den Mangel in dem einfachen, sogenannten niedrigschwelligen Pflegebereich gestoßen. „Wir wollen den Menschen, unseren Klienten, ermöglichen, so lange wie möglich in ihrem Zuhause selbstständig zu leben. Denn das ist auch für die Menschen und ihre Lebensqualität sehr wichtig“, betont Jakobus

Genau das wird deutlich, wenn man bei Elke Ehlers im Wohnzimmer sitzt. Die 82-Jährige ist geistig fit, hat aber körperlich im Bereich Mobilität einige Schwachstellen: „Ich bin nicht mehr sehr mobil und brauche daher Hilfe. Unterwegs sein kann ich nur mit dem Gehwagen, Einkaufen könnte ich allerdings damit nicht“, erklärt sie. Aufmerksam auf den HelferInnenkreis wurde ihre Tochter Birgit, sie brachte ihre Mutter zu dem Verein. Seitdem nutzt Elke Ehlers den HelferInnenkreis gern, denn: „Gemeinsam mit meiner Helferin Elke Hinz fahre ich zum Einkaufen, auch mal zum Arzt. Und dann drehen wir auch noch mal eine Runde im Park“, strahlt Ehlers und lächelt in Richtung „ihrer“ Helferin.

Und wie kam Elke Hinz zu ihrer Aufgabe? „Ich bin Rentnerin und suchte eine Aufgabe. Hier werde ich gebraucht und kann wirksam helfen, Spaß macht es auch“, erklärt Hinz.

„Wir bringen Helfer und Klient zusammen, dann bleibt das auch eine feste Ansprechpartnerin“, betont Jakobus. Angefangen hat es 2017 mit drei Helferinnen, inzwischen sind 53 Aktive dabei. Das Alter schwankt zwischen 30 und 80 Jahren, „Wer fit ist, kann dabei sein.“ Natürlich werden die Mitarbeiter entsprechend geschult, damit sie ihre Aufgaben auch erfüllen können. Auch monatliche Teamtreffen gehören dazu. Genauso schnell wie die Helferinnen wuchs auch die Zahl der Klienten: „Im Kreis Rendsburg-Eckernförde sind 73 bei uns registriert.“ Die meisten kannten die Möglichkeit, die das Gesetzt vorhält, nicht. „Wer einen Pflegegrad hat, der darf sich auch Hilfe holen“, betont Jakobus

Im Klartext heißt das: „Ab Pflegegrad eins stehen den Versicherten pro Monat 125 Euro Entlastungsgeld zu, das über die Krankenkassen abgerechnet werden kann. Als diese sogenannte niedrigschwellige Betreuung gelten Begleitungen bei Einkäufen oder bei Arztbesuchen, kleine Hauswirtschaftsleistungen, Dinge wie Unterhaltung, gemeinsames Kaffeetrinken oder eine Begleitung zum Friedhof“, zählt Jakobus einige der Aufgaben auf, die die Mitglieder im HelferInnenkreis vornehmen. „Natürlich hat jeder Klient eigene, komplett unterschiedliche Bedürfnisse“, weiß Tanja Jakobus. Fest steht auch, dass die Frauen und Männer aus dem HelferInnenkreis keine Medikamente geben dürfen, auch pflegerische Arbeiten sind untersagt. „Unsere Mitarbeiter protokollieren ihre Aufgaben, damit die Krankenkassen abrechnen können.“

Von Sorka Eixmann

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