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Rendsburg Altstädter Markt für Kran gesperrt
Lokales Rendsburg Altstädter Markt für Kran gesperrt
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16:17 14.05.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Der Arm des Krans braucht auf dem Altstädter Markt viel Platz. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Die Arbeiten verzögerten sich zunächst. Denn die Kranfirma hatte nach den Worten von Bauleiter Hinrich Rodewald nicht genügend Gegengewichte für das Heben der zehn viereinhalb Tonnen schweren Betonteile eingeplant, sie musste am Dienstagvormittag mit zusätzlichem Ballast nachrüsten. Der 60 Meter lange Arm des Kranes überragte die Dächer von Rendsburg.

Auf Hertie folgt ein Pflegeheim

Der Neubau mit Pflegeheim in den Obergeschossen und einer Ladenzeile zum Altstädter Markt hin soll in etwa einem Jahr bezugsfertig sein, sagte John Schaffer am Dienstag. Der Flensburger Unternehmer ist einer von drei Investoren, die die Hertie-Ruine vor drei Jahren kauften.

Gegenüber den anfänglichen Plänen verzögert sich der Bau damit um mehrere Monate. Schaffer begründete das unter anderem mit komplizierten Fundamentarbeiten auf dem feuchten Untergrund der ehemaligen Altstadt-Insel sowie komplizierten Abrissarbeiten in der engen Innenstadt. 

Umbau der Hertie-Ruine wird teurer

Der Um- und Neubau im Sanierungsgebiet der Altstadt werde auch deutlich teurer als anfangs geplant. Die Investoren hatten ursprünglich von 15 Millionen Euro gesprochen. Höhere Baupreise und geänderte Pläne nannte Schaffer als Ursache. So mussten die Investoren einen Gebäudeteil abreißen und neu errichten. Das sei ursprünglich nicht geplant gewesen. 

Das Pflegeheim in dem ehemaligen Hertie-Gebäude mit 110 Plätzen vermieteten die Investoren an die Alloheim Senioren-Residenzen. Das Unternehmen sieht sich als eines der größten Anbieter von Pflegeplätzen in der Bundesrepublik.

Ladenzeile auf 440 Quadratmetern geplant

Im Erdgeschoss planen die Investoren nach wie vor eine Ladenzeile. Dabei gehe es um rund 440 Quadratmeter. Die Fläche sei teilbar, sagte Schaffer. Es gebe bereits einige Interessenten, die sich einmieten wollen. Konkrete Verhandlungen führen die Investoren derzeit nach seinen Worten noch nicht.

Klassischer Einzelhandel solle einziehen. Es gehe darum, die Lücke zwischen Historischem Rathaus und Stegen mit neuen Geschäften zu schließen. Die Investoren strebten langfristige Mietverträge an.

Hertie machte vor zehn Jahren zu

Die Rendsburger Hertie-Filiale am Altstädter Markt hatte nach der Insolvenz der Kette vor zehn Jahren endgültig geschlossen. Danach stand das Gebäude bis zum Beginn des Teilabrisses leer.

Bevor die drei Investoren das Gebäude kauften war mehrfach der Einzug eines neuen Kaufhauses an diesem traditionellen Standort im Gespräch.

Nachdem die Pläne sich zerschlagen hatten, schlug Bürgermeister Pierre Gilgenast vor, die Stadt solle das immer weiter verfallende Gebäude kaufen, abreißen das Gelände Investoren verkaufen.

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Schwerlastkran soll Betonteile heben.
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