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Rendsburg Hohe Ausfälle bei Himbeerernte
Lokales Rendsburg Hohe Ausfälle bei Himbeerernte
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09:14 16.07.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Familie Krämer aus Westerrönfeld pflückt Himbeeren fürs Eis mit heißen Früchten. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Bovenau

Braun und knochentrocken statt grün und saftig sind die Blätter an einem Zweig des Himbeerstrauchs. Die Früchte sind verschrumpelt. Es ist ein Bild des Jammers auf der Plantage am hinteren Ende des Himbeerhofs Steinwehr, auf dem es außerdem Erdbeeren Kirschen, Brombeeren und Johannisbeeren gibt.

Frost, Pilze, Dürre

Betrübt schaut sich Verwalter Kristof Habermann den Schaden an. Auf den Frost zu Ostern folgten Pilze und lange Dürre. Das alles hat den Früchten zugesetzt. 80 Prozent Ernteausfall sind zu beklagen. Es könnte schlimmer sein.

„Wir haben noch kühle Nächte, das hilft den Früchten unwahrscheinlich, sie können sich nachts erholen“, erklärt Klaus-Peter Grimm, der nach 35 Jahren als Verwalter Ende 2015 in Pension ging und jetzt seinen zweiten Nachfolger Kristof Habermann ins Geschäft einführt.

Inzwischen ist Habermann ein paar Schritte weiter gegangen, weg von der vertrockneten Stelle im Himbeerbusch. Unter der prallen Sonne sinkt er in der Gasse zwischen zwei langen Reihen von Himbeersträuchern in die Knie und greift ins Geäst.

500 bis 800 Selbstpflücker

Pralle Früchte dreht er zufrieden zwischen den Fingern. So sollen sie sein. Dafür kommen Familien aus der weiten Umgebung hierher, um die Himbeeren selbst zu pflücken. Wegweiser leiten sie über verwinkelte Wirtschaftswege zum Himbeerhof.

„500 bis 800 Leute kommen an einem Wochentag“, berichtet Habermann. „Am Wochenende sind es doppelt so viele. Das Wetter ist schön, die Leute kommen.“

Eis mit heißen Himbeeren

So wie Familie Krämer aus Westerrönfeld. Das Himbeerpflücken auf Steinwehr „ist ein Highlight im Sommer“, sagt Vater Sönke. „Das machen wir schon seit Jahrzehnten.“ Es ist auch eine Art Familienzusammenführung, sagt Tochter Sarah, die in Kiel wohnt. „Es ist ein guter Grund, mal wieder nach Hause zu kommen.“ Was die Krämers mit den süßen Früchten vorhaben, verrät Mutter Susanne: „Heute gibt es Eis mit heißen Himbeeren zum Kaffee.“

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