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Rendsburg Schleswig-Holstein-Transall fliegt weg
Lokales Rendsburg Schleswig-Holstein-Transall fliegt weg
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13:06 12.09.2016
Von Hans-Jürgen Jensen
Die Schleswig-Holstein-Transall hat zu ihrem letzten Flug abgehoben. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Hohn

Wenige Minuten vor 8.30 Uhr war es an diesem Montag früh so weit. Pilot Hartmut Zitzewitz zog auf der Rollbahn des Nato-Flugplatzes in Hohn die Schleswig-Holstein-Transall in den blauen Himmel über Hohn. Nach einer Abschiedsrunde über das nahe Rendsburg steuerte der Kommodore des Lufttransportgeschwaders (LTG) 63 die Maschine gen Westen und nahm Kurs auf Eindhoven. An der Piste standen vorher eine Handvoll olivfarbene Transportmaschinen zum Abschied Spalier.

Das sind die Bilder des Transall-Fluges von Hohn nach Eindhoven.

"Der letzte Flug - welche Maschine es ist - ist immer traurig", sagte Zitzewitz vor dem Abflug im lang gezogenen Staffelgebäude am Rand des Flugplatzes. In Eindhoven soll die Transall künftig als Museumsstück beim Europäischen Lufttransportkommando stehen. "Wenn es nicht Hohn sein kann, dann ist Eindhoven der richtige Platz", findet der LTG-Kommodore.

Seit April zog die Transall in den Landesfarben über Schleswig-Holstein ihre Bahnen zu Ausbildungs- und Trainingsflügen. Die Bundeswehr hatte sie blau-weiß-rot zum Doppeljubiläum des 55-jährigen Bestehens des LTG 63 in Hohn und des 60-jährigen Bestehens der Luftwaffe lackieren lassen. Von Anfang an war klar, dass die Maschine nach wenigen Monaten endgültig ausgemustert werden würde.

Das Flugzeug mit der Kennung 50+95 war 45 Jahre lang weltweit im Einsatz. Mit 13095 Flugstunden hat es die Erde etwa 163 Mal umrundet. Brauchbare Teile wie Propeller, Triebwerke, Instrumente und Komponenten der Klimaanlage sollen Mechaniker jetzt in Eindhoven ausbauen. Sie wandern in Ersatzteillager für noch fliegende Transalls.

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