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Rendsburg Konzept für Umgang mit dem Lebensabend
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20:00 28.08.2019
Von Florian Sötje
Das Projektteam um Stefanie Krüger (von links), Anna Greve, Janne Lemke, Tobias Rönneburg, Fritz Bremer und Annika Jonas vor den Erinnerungssteinen für verstorbene Bewohner im Garten der Werk- und Betreuungsstätte Ottendorf. Quelle: Florian Sötje
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Ottendorf

In Einrichtungen für Menschen mit Behinderung ist der Umgang mit dem Tod und der Trauer häufig kein präsentes Thema. „Hier entsteht ein neuer, dringlicher Handlungsbedarf“, sagt Jessyka Naase-Begier, Koordinatorin bei der Hospiz-Initiative Kiel. Sie machte sich daher bereits vor drei Jahren auf die Suche nach einer Kooperation mit einer Einrichtung der Eingliederungshilfe – und fand diese mit der Werk- und Betreuungsstätte (WuB) in Ottendorf.

So entstand 2017 das Pilotprojekt „Sterben und Trauer gemeinsam erleben“, das nun ausläuft. Doch die Auseinandersetzung mit dem Thema soll nicht enden, und ein erarbeitetes Konzept anderen Einrichtungen beim Umgang mit diesem helfen.

Umgang mit Trauer und Tod in Ottendorf soll nicht mit dem Projekt enden

In Ottendorf gründete sich zum Start des Projekts eine Gruppe aus Mitarbeitern, Bewohnern und Angehörigen, die im Blick behalten, dass der Auseinandersetzung mit dem Sterben und der Trauer in der Einrichtung Raum gegeben wird.

Angebote schaffen, um über das Sterben zu sprechen

Anna Greve, pädagogische Fachkraft im Haus, leitet die Andachtsgruppe und hatte schon zuvor im Garten der WuB einen Erinnerungsgarten ins Leben gerufen, in dem Steine bemalt und niedergelegt werden, um an gestorbene Bewohner zu erinnern. „Es braucht Plattformen und ein offenes Ohr, um über Themen wie Trauer zu sprechen“, sagt Greve.

Kommunikation und Indikatoren erkennen

Stefanie Krüger, examinierte Krankenschwester, arbeitet in der Wohnstätte in der Kieler Goethestraße. Sie absolvierte im Zuge des Projekts eine spezielle Schulung, um Bewohner, wenn sie es wollen und es möglich ist, zum Lebensende auch zu Hause zu begleiten. „Da wir es zum Teil mit Menschen zu tun haben, die sich nicht verbal äußern können, gibt es bestimmte Indikatoren, die man kennen muss“, sagt sie.

Für Angehörige wichtig, dass sich Einrichtung um das Thema kümmert

Für Fritz Bremer, dessen Tochter Sophia in der WuB wohnt, ist es als Angehöriger sehr wichtig, dass sich die Einrichtung um die Themen Trauer, Tod und Schmerzempfinden, das bei Menschen mit Behinderung teilweise tabuisiert sei, kümmert. „Und ich kenne viele Angehörige, denen es genauso geht“, sagt Bremer.

Auch schwere Themen brauchen eine gewisse Leichtigkeit

Diese Punkte zu enttabuisieren, helfe auch beim Umgang mit ihnen, sagt Janne Lemke, pädagogische Bereichsleiterin. Und so sei auch die Idee zur „Löffelliste“ entstanden, bei der die Bewohner darüber nachdenken konnten, was sie vor dem Ende noch alles in ihrem Leben erleben wollen. „Das hat Spaß gemacht, weil man träumen konnte, auch wenn es vielleicht unwahrscheinlich ist“, sagt Bewohnerin Annika Jonas. Selbst die schweren Themen brauchen manchmal eine gewisse Leichtigkeit.

Vorstellung des Konzepts am 5. September in Ottendorf

WuB und Hospiz-Initiative Kiel laden zum Projektabschluss zur Veranstaltung „Am Ende geht’s weiter“ am Donnerstag, 5. September, 16.30 bis 19.30 Uhr in die Betreuungsstätte, Ottendorfer Weg 22, in Ottendorf ein. Informationen zu und Gespräche über das Projekt sowie gemeinsames Kaffeetrinken, Singen und Mitmachaktionen sind geplant.

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