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Rendsburg Gedenktafel erinnert an 200. Geburtstag
Lokales Rendsburg Gedenktafel erinnert an 200. Geburtstag
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16:03 08.10.2019
Von Frank Scheer
Der Lärchenwald in Bissee ist 200 Jahre alt. Günter Hauberg (links) und Revierförster Jörn Winter enthüllten eine neue Gendenktafel. Quelle: Frank Scheer
Bissee

Die neue Gedenktafel ist eine Idee von Jörn Winter, der seit zehn Jahren die Försterei Bordesholm leitet. Das 185 Hektar große Bisseer Gehege, wovon der Lärchenwald 80 Hektar ausmacht, fallen in seinen Bereich. "Die alte Erinnerungstafel ist kaum mehr zu entziffern und nicht mehr zu restaurieren", so der Förster.

1834 war sie unter dänischer Herrschaft mit der Inschrift „1819 legte der Districts-Jägermeister Kammerherr W. v. Warnstedt etc. diese Lerchenhölzung an. Seiner Pflanzung freute er sich, freuen sich dankbare Nachkommen“ installiert worden. Die Tafel wurde an dem Findling auf einer Lichtung befestigt, auf der auch der steinerne Tisch für Wanderer steht. Durch den Forst an diesem Weg entlang kommen Spaziergänger zum Bothkamper See.

Lärchenpflanzung war Wendepunkt zur Aufforstung

Für Winter ist der damalige Zeitpunkt ein wichtiger Wendepunkt für die Aufforstung gewesen: "Um 1750 betrug der Anteil des Waldes 2,5 Prozent der Landesfläche - zurzeit sind es elf Prozent." Forstwirtschaftsstudenten kennen die Gedenkstelle mitten im Wald: "Da fahre ich mit den Erstsemestern immer hin." Mittlerweile ist der Lärchenwald auch kein echter Lärchenwald mehr. Buchen machen den größten Anteil aus." Aber da stehen noch richtige 200 Jahre alte Sahnestücke mit 40 Metern Höhe dazwischen", so Winter. In einem Zeitraum von fünf Jahren würden 2000 Festmeter geernetet. Der höchste Preis, der je Kubikmeter Lärche erzielt worden war, lag bei 830 Euro. Das Lärchenholz ist ein begehrter Roh- und Baustoff.

Masten der Gorch Fock I aus Bissee

1957 seien die Masten der Gorch Fock I, dem Vorgänger des heutigen Segelschulschiffs der Bundesmarine, aus Bisseer Lärchen gemacht worden, erinnerte sich Günter Hauberg aus Schönhorst. Der heute 78-Jährige war als Ehrengast mit Ehefrau Thea eingeladen worden und durfte mit Jörn Winter den Gedenkstein enthüllen. Sein Herz hängt an dem Forst. Haubergs Vater August war von 1923 bis 1962 Arbeiter im Lärchenwald, bis 1992 war auch sein ältester Bruder Adolf dort beschäftigt. "Mit meinem Vater bin ich als Kind immer viel hier gewesen, und habe oft auch mitgeholfen." Auch für Winter war der Rentner immer ein guter Tippgeber. Die Haupttrasse im Wald heißt inoffiziell auch Hauberg-Weg.

Saatgut wird aus den Bäumen gewonnen

Die Lärchen in Bissee seien vor allem deshalb etwas Besonderes, weil sie sich seit 200 Jahren auf die klimatischen Veränderungen, Pilze und andere Umweltfaktoren eingestellt hätten, so Winter. Anderswo seien oft Japanische Lärchen, die unempfindlicher seien, gepflanzt worden. Wegen der Robustheit haben die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten auch damit begonnen, Saatgut aus den Lärchen zu gewinnen.

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