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Rendsburg Imker stellen ihre Arbeit vor
Lokales Rendsburg Imker stellen ihre Arbeit vor
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06:53 08.08.2018
Imker Stephan Krug erklärt den Urlaubern Judith und Emile Döschner den Aufbau in eimem Bienenstock anhand seiner mitgebrachten Waben. Quelle: Sorka Eixmann
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Molfsee

Es ist kühl im historischen Bauernhaus, draußen zeigt das Thermometer bereits 31 Grad an. Wie kommen die Bienen mit dem heißen und trockenen Sommer klar? „Sehr gut, Bienen sind Sonnenkinder“, sagt Helga Sigg während sie konzentriert ein Bienenwachsblatt zuschneidet und akkurat zu einer Kerze dreht. Imkerkollegin Ulrike Witthöft aus Felm nickt. „Das einzige Problem sind jetzt nach der Sommertracht die fehlenden Pollen als Nahrung. Daher müssen wir zufüttern“, erklärt Witthöft. Imker Dietrich Stabe nickt. „Weder der Wein noch das Efeu blüht schon, so dass es eng wird mit dem Futter für die Bienen. Aber gerade die Jungbienen brauchen proteinreiches Futter.“ Man könne fertiges Futter kaufen, aber: „Wir machen beispielsweise Zuckerwasser selbst und füttern es zu“, sagt Witthöft.

Bis Sonntag, 12. August, dreht sich alles um die Bienen

Seit 1987 sind die Imker einmal pro Jahr im Museum zu Gast, um ihre Arbeit und das leckere Ergebnis der Öffentlichkeit zu präsentieren. Am Dienstag waren die ersten Gäste Besucher aus einem Kindergarten, gegen Mittag kommen die ersten Urlauber. Die Schierenseerin Silke Jeß gehört zu den Organisatoren, rund 30 Imker und Imkerinnen sind die Woche über dabei. „Wir sind immer bis zum Handwerkertag hier, da kommen schon eine Menge Besucher“, weiß Jeß . Am Montag wird aufgebaut, Stellwände, Zubehör wie Smoker, Schleuder und Imkerpfeifen – alles wird präsentiert. Und auf jede Frage gibt es von den Experten eine Antwort. „Die Königin ist durch den roten Punkt leicht zu erkennen, aber auch, weil sie deutlich größer ist“, verrät Imker Stephan Kruse dem Urlauber-Ehepaar Judith und Emile Döschner, die aus dem Vogtland zu Gast sind.

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Imkern ist wieder im Trend

Am Nachbartisch drehen die beiden Töchter von Jana Hillebrandt aus Selmsdorf sich ihre eigenen Bienenwachskerzen unter Anleitung von Ulrike Witthöft. „Beim Nachwuchs gibt es weniger Probleme, denn Imkern ist wieder im Trend“, erklärt Witthöft. In mehrwöchigen Anfänger-Kursen seien bis zu 25 Teilnehmer, „Die Arbeit mit Lebewesen und mit ihrem Ertrag wird wieder mehr wertgeschätzt“, freut sie sich. Der Wunsch aller Imker: „Es wäre schön, wenn mehr bienenfreundliche Wiesen und Äcker in der Landwirtschaft vorhanden wären.“

Von Sorka Eixmann

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