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Rendsburg Storch soll heimisch werden
Lokales Rendsburg Storch soll heimisch werden
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12:13 28.02.2019
Von Sven Tietgen
Sabine Schulte, Bernd Jamrath, Hartmut Kendziorra, Stefan Rahn, Tobias Sellmer und Kai Reese (von links) steuerten für das Storchennestprojekt Ideen, Material und Muskelkraft bei. Quelle: Sven Tietgen
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Reesdorf

Eine sechsköpfige Gruppe um Hartmut Kendziorra steuerte für das Projekt viel Energie und Arbeit bei. Die Reesdorfer Landwirte Tobias Sellmer und Kai Reese bauten ein Fundament und stellten Material zur Verfügung. Unter anderem lieferten sie einen ehemaligen Mittelspannungsmast, der früher aus einem Stück Baumstamm gefertigt wurde. Sabine Schulte hatte bereits vor zwei Jahren die Idee zum Bau eines Storchennests, nachdem sie mehrfach Störche in Reesdorf gesichtet hatte. Einen weiteren „Kick“ zum Bau lieferte Bernd Jamrath: Der Bürgermeister beobachtete im Eidertal im vergangenen Herbst rund ein Dutzend Störche – einige von ihnen landeten auch auf Hausdächern im nahe gelegenen Dorf.

Nest aus Haselnuss und Weidenruten

Hartmut Kendziorra schuf die Nestkonstruktion, der gelernte Hochfrequenztechniker verwendete dafür 14 Millimeter dicken Baustahl und baute einen Ring aus Bandstahl mit 1,30 Metern Durchmesser. Sabine Schulte griff zu Haselnuss und Weidenruten und flochte daraus das Nest. Das Birkenreisig am Nestrand wird zusätzlich weiß angemalt, um den Stelzvögeln ein bereits benutztes Nest vorzugaukeln. Baumfäller Stefan Rahm wird mit seinem Kranwagen den Mast am Sonnabend aufrichten. Die Akteure hoffen, dass ein Pärchen die Nisthilfe am Dorfgemeinschaftshaus mit Blick auf das Eidertal annimmt. Geplant ist in dem Fall der Einsatz einer Webcam, die mit der Homepage des Dorfes (www.reesdorf.eu) gekoppelt wird.

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