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Rendsburg Mit 100 Millionen Euro in der Kreide
Lokales Rendsburg Mit 100 Millionen Euro in der Kreide
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06:00 20.10.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Die Stadt Rendsburg taucht in einer Übersicht des Statistischen Landesamts mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2539 Euro auf, bezogen aufs Jahr 2016. Das entspräche einer Verschuldung von deutlich über 70 Millionen Euro.

60-Millionen-Schuldendeckel

Eine Zahl mit Sprengstoff. Denn die Politiker haben sich eine Obergrenze von 60 Millionen auferlegt. Die gilt aber nur für den Kernhaushalt von Rendsburg. Die Statistik berücksichtigt dagegen auch die Kredite von Eigenbetrieben.

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100 Millionen Euro insgesamt

Im Rendsburger Kernhaushalt sollen die Schulden zum Jahresende auf knapp 57 Millionen Euro steigen. Die Kredite von Stadtwerken, ihrer Tochter Abwasserbeseitigung, Umwelt- und Technikhof sowie Seniorenwohnanlage Neue Heimat dazugezählt ergäbe einen aktuellen Schuldenstand von 100 Millionen – 23 Millionen mehr als vor zwei Jahren.

"Eine erschreckende Zahl"

100 Millionen – das wären "erschreckende Zahlen", sagt der stellvertretende Kämmerer Söbbing. Nämlich dann, "wenn man nur die 100 Millionen Euro sieht, aber nicht die Werte, die dahinter stecken". So finanzieren die Stadtwerke nach seinen Worten den Breitbandausbau für schnelles Internet mit Krediten.

Söbbing: "Man kann seriöserweise nur über Schulden von knapp 57 Millionen reden." Rendsburg könne sich das leisten.

Feuerwache und Herderschule kommen erst noch

Neue Schulden drohen indes. Denn Großinvestitionen stehen bevor: Neubau oder Ausbau und Sanierung der Feuerwache und Neubau oder Sanierung der Herderschule. Im Haushalt ist beides nicht notiert. Zur Feuerwache gibt es noch keine Entscheidung. Dass die Herderschule zumindest saniert werden muss, ist seit kurzem klar.

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