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Rendsburg Kritik: Radler sollen auf den Gehweg
Lokales Rendsburg Kritik: Radler sollen auf den Gehweg
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14:00 30.01.2019
Von Sven Tietgen
Für Volker Heidemann ist das Radfahren auf der Kreiselfahrbahn die sicherste Alternative. Quelle: Sven Tietgen
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Wattenbek

Vor über vier Jahren forderte Volker Heidemann, zu der Zeit als Gemeindevertreter, das erste Mal ein sicheres Radwegekonzept bei der Rendsburger Ordnungsverwaltung ein. Der begeisterte Radfahrer monierte schon damals bei Ortsterminen die Schilder auf den Gehwegen rund um den Verkehrskreisel. Die Zeichen besagen, dass Radfahrer auf den schmalen Wegen rund um den Kreisel in beide Richtungen rollen können, bei den Zebrastreifen müssten sie aber absteigen.

Möglich ist bis jetzt noch, wie die Autos die Kreiselfahrbahn zu nutzen. Laut Heidemann ist das die sicherste Lösung, Radfahrer werden auf dem Asphalt am besten gesehen. Die Gemeinde Wattenbek unterstützt ihn dabei. Auch der ADFC und die Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft favorisieren die Fahrbahnlösung.

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Unfallforscher sehen das radeln auf Gehwegen kritisch

Das Radeln auf den umlaufenden Gehwegen sehen die Unfallforscher dagegen sehr kritisch. Zudem gab es zwei Unfälle dort. Zuletzt wurde ein elfjähriges Schulmädchen im vergangenen November auf dem Überweg an der Kreiselausfahrt Reesdorfer Straße angefahren. Die Planung der Kreisbehörde in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb für Straßenbau (LBV) sieht dennoch vor, die Radfahrer zukünftig auf die Gehwege zu leiten.

Als Grund nennen Kreis und LBV den Schwerlastverkehr mit Kieslastern aus der Region. Jetzt sollen die Zebrastreifen verschwinden und dafür dort getrennte Rad- und Gehwegfurten an den Kreiselzufahrten entstehen. Vier zusätzliche Schilder für die Radfahrer sind geplant. In einer Stellungnahme fordert Volker Heidemann dagegen den Verzicht auf die baulichen Maßnahmen und den Abbau der Schilder mit den gegenläufigen Pfeilen.

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